Amateursport

NRW-Landessportbund lehnt 2G-Regelung für Freiluftsport ab

Die Corona-Zahlen schießen in die Höhe, die Politik plant konkrete Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen. Für den Landessportbund NRW ist aber klar: Der Amateur- und Breitensport darf nicht erneut leiden.
Der Landessportbund NRW lehnt die 2G-Regel für den Freiluftsport ab. © imago images/Christian Ohde

Seit Wochen steigen die Infektionszahlen im Zuge der Corona-Pandemie wieder kontinuierlich an. Alleine am Dienstagmorgen verkündete das Robert-Koch-Institut über 52.000 Neuinfektionen – der Höchstwert im bisherigen Verlauf der Pandemie. Die vierte Corona-Welle rauscht über das Land, die Politik wird zeitnah erste Maßnahmen ergreifen. NRW plant dabei unter anderem die Einführung der 2G-Regelung im Freizeitbereich. Am Donnerstag treffen sich die Ministerpräsidenten zur Bund-Länder-Runde. Einen Tag vorab schaltet sich der Landessportbund Nordrhein-Westfalens ein – mit einer dringenden Bitte.

„Der Sport in unseren 18.000 Sportvereinen trägt maßgeblich zur Gesunderhaltung der Menschen bei“, wird Stefan Klett, Präsident des LSB NRW, in einem Schreiben des Landessportbundes zitiert. „Mehr als eine 3G-Regel für aktives Sporttreiben draußen und 2G für drinnen lehnen wir deshalb ab. Eine erneute Beschränkung von Teilnehmerzahlen oder auf bestimmte Sportarten wäre nicht akzeptabel.“

Der LSB begründet seine Forderung damit, dass Sport und Bewegung entscheidend zur Gesunderhaltung der Bevölkerung beitragen. Eine Schließung der Sportstätten habe zur Folge, dass Kinder, aber auch Erwachsene sich wieder einem Bewegungsdefizit ausgesetzt sähen.

„Kinder und Jugendliche haben unter den massiven Einschränkungen 2020 bis Mitte 2021 besonders gelitten, körperlich wie seelisch. Sie haben ein Recht auf Bewegung und sollten daher bei allen etwaigen Einschränkungen privilegiert werden. Das heißt: Sie sind Geimpften und Genesenen gleichzustellen. Dort, wo Testnachweise erforderlich sind, müssen die regelmäßigen Schultestungen für den Vereinssport anerkannt werden. Dies gilt ebenfalls für Tests aus der Arbeitswelt für alle Altersgruppen“, schreibt der LSB in dem Schreiben weiter.

LSB-Präsident Stefan Klett: „Die Sportvereine haben in den vergangenen Monaten bewiesen, dass sie in der praktischen Umsetzung sehr verantwortungsbewusst mit der Situation umgehen. Es wäre nicht vermittelbar, diese Möglichkeiten erneut und undifferenziert einzuschränken. Gleichzeitig rufen wir alle Sportlerinnen und Sportler auf, sich impfen zu lassen.“

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