Kommt auf den ASC 09 ein Mammutprogramm in der Oberliga zu? © Folty
Fußball-Oberliga

Oberliga wird extrem voll – ein ASC-Konkurrent kehrt wahrscheinlich zurück

In der Oberliga spielen in der kommenden Saison wahrscheinlich 21 statt 18 Teams. Samir Habibovic, Sportlicher Leiter des ASC 09, sieht dadurch gleich mehrere Probleme auf sein Team zukommen.

18 Teams beheimatete die Oberliga Westfalen in der nun abgebrochenen Saison 2019/20. In der kommenden Spielzeit wird die Liga allerdings deutlich voller – aus mehreren Gründen. Das könnte für einige Probleme sorgen, sagt Samir Habibovic, der Sportliche Leiter des ASC. Außerdem erwartet ihn und seine Spieler ein Wiedersehen mit einem Team, das den Aplerbeckern zuletzt große Konkurrenz gemacht hatte.

Es war kein besonders ansehnliches Spiel, das sich der ASC 09 und der TuS Haltern am 8. Mai 2019 auf der Anlage der Halterner lieferten. Wenig Torraumszenen und 90 Minuten Starkregen bestimmten das Spitzenspiel um den zweiten Aufstiegsplatz hinter der U23 des FC Schalke. Doch in der letzten Minute der Nachspielzeit sorgte Daniel Schaffer doch noch für den viel umjubelten 1:0-Auswärtssieg des ASC. Dadurch verkürzten die Aplerbecker den Rückstand auf den TuS von zehn auf sieben Punkte. Zwei Wochen später waren es nur noch zwei. Doch am Ende reichte die Aufholjagd des ASC nicht mehr, der Traum von der Regionalliga war vorerst ausgeträumt.

Samir Habibovic erwartet eine „heftige“ Saison für den ASC 09

In der kommenden Spielzeit bekommt der einzige Dortmunder Oberligist wahrscheinlich die Chance, sich für den damals verpassten Aufstieg zu revanchieren. Denn derzeit sieht alles danach aus, dass der TuS Haltern demnächst wieder Oberliga spielt. Es wäre nach der SG Wattenscheid bereits die zweite Regionalliga-Mannschaft, die in der kommenden Spielzeit in der Oberliga Westfalen aufläuft, obwohl es keine sportlichen Absteiger geben wird.

Zudem steigen mit Victoria Clarholz und der SpVgg Vreden (beide Westfalenliga 1) sowie der SG Finnentrop/Bamenohl (Westfalenliga 2) drei Teams in Deutschlands fünfthöchste Spielklasse auf. Abzüglich der beiden Aufsteiger SC Wiedenbrück und RW Ahlen wird es also nach aktuellen Stand wahrscheinlich 21 Teams in der Oberliga geben. Drei Mannschaften und sechs Spiele mehr als zuletzt.

„Das wird in allen Belangen heftig“, sagt Samir Habibovic. Vor allem ein Blick auf den Kalender bereitet ihm Sorgen. Der Ligastart wird nicht vor Mitte September stattfinden. „Wir starten später und haben sechs Spiele mehr“, stellt er fest.

Vor allem sei er darauf gespannt, wie viele englische Wochen es am Ende geben wird. Schon in den vergangenen Jahren kam es im Frühjahr immer wieder vermehrt zu Spielen unter der Woche, da durch die Witterungen im Winter häufig einige Spieltage verschoben und später nachgeholt werden mussten. „Ich bin gespannt, wie wir das hinkriegen.“

Ein Spiel beispielsweise am Mittwochabend beim TuS Erndtebrück sei nur schwer zu bewerkstelligen. Immerhin trennen beide Teams rund 110 Kilometer Fahrtstrecke. Und die Spieler hätten berufsbedingt ja auch nicht immer Zeit, schon nachmittags zum Abendspiel loszufahren.

„Mehr englische Wochen bedeuten auch mehr Verletzungen“

Zudem steigen die Ausgaben durch die zusätzlichen Spiele. „Man hat ja gewisse Kosten“, sagt Habibovic. Damit meint er vor allem die Prämien für Einsätze oder Siege. Demgegenüber steht die Ungewissheit, wann wieder Zuschauer am Platz stehen dürfen und wie viele. Er hofft, dass zum Ligastart Zuschauer bereits wieder zugelassen sind. Die zusätzlich anfallenden Prämien „könnte man damit dann packen“, erklärt er.

Das Mehr an Partien führt aber auch zu einer höheren Belastung für die Spieler. „Mehr englische Wochen bedeuten auch mehr Verletzungen.“ Das müsse man immer mit einplanen. Und auch mehr Sperren, vor allem durch Gelbe Karten, sind dadurch wahrscheinlich. Um dem entgegenzuwirken „müsste man normalerweise noch ein, zwei Spieler holen“, sagt Samir Habibovic. Doch in der jetzigen Zeit sei das nicht wirklich machbar. Nach dem Saisonabbruch der Saison 2019/20 scheint auch die kommende Spielzeit eine außergewöhnliche zu werden.

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Pascal Albert

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