Bövinghausens Marko Onucka traf am Wochenende doppelt - musste davor aber kräftig leiden. © Stephan Schuetze
Fußball

Onuckas verrückte Woche: Erst trainieren bis zum Umfallen, dann Doppelpack beim Lombardi-Besuch

Hinter Marko Onucka, Spieler des TuS Bövinghausen, liegt eine interessante Woche. Einem Training, bei dem er nur am Fluchen war, folgte ein Doppelpack im Testspiel und der Besuch von Pietro Lombardi.

In der vergangenen Woche ließ Dino Dzaferoski seine Teamkollegen beim TuS Bövinghausen so richtig leiden. In einer Fitnesseinheit scheuchte der Spieler mit dem besten Body-Mass-Index Dortmunds die Westfalenliga-Kicker so richtig. Zeit, um sich Fitnesseinheiten auszudenken, hatte Dzaferoski während der Corona-Pause lange. Einer, der so richtig gelitten hat vergangene Woche beim Training, war Marko Onucka. Das Training schien ihm aber etwas gebracht zu haben.

„Marko Onucka hat 90 Minuten geflucht. Ich hoffe, der kommt noch mal zum Training“, lautete Dzaferoskis Kommentar nach dem Training. „Ich bin ja eher der Typ, der zwar weiß, dass Training wichtig und richtig ist, aber ich war nie der Läufer und fitteste“, sagt Onucka lachend. „Dann kann es bei mir während der Anstrengung schon mal vorkommen, dass bei mir die Synapsen durchgehen und ich lauter werde, weil ich so kaputt bin.“

Doch so schlimm sich das Training in dem Moment angefühlt hat, so viel hat es auch gebracht. Denn Onucka traf im darauffolgenden Testspiel gegen den Landesligisten SV Hilbeck doppelt. Dass ihn Dzaferoskis Training weiterbringt, wisse er auch selber. Und eigentlich sei das Training auch ganz cool gewesen. „Das war so ein Fitnessparcours mit Träckerreifen, Sprintübungen mit Fallschirmen und weiteren Sachen. Das war gut organisiert.“

Und sowieso besser ein anstrengendes Training mit verschiedenen, abwechslungsreichen Übungen, als einen stumpfen Waldlauf. „Dann hätte ich mich vorher mit einer Zerrung abgemeldet.“

Nach der langen Pause sei es notwendig, wieder die Spielfitness zu erlangen. Deswegen macht Onucka Trainingseinheiten wie die seines Mitspielers – trotz der Flüche – gerne. Der TuS Bövinghausen hat viel vor, will unbedingt in die Oberliga aufsteigen. Auch wenn der Klub in der Westfalenliga der Top-Favorit auf den Aufstieg ist, geht nichts über die Fitness.

Überraschend fand Onucka übrigens die Aktion mit Pietro Lombardi. „Ich wusste zwar, dass der dicke mit Kevin Großkreutz befreundet ist, aber dass er dann beim Spiel auftaucht, war nicht nur für uns, sondern auch für Kevin überraschend.“

Der TuS Bövinghausen macht weiter auf sich aufmerksam, ist vielleicht Westfalens schillerndster Amateurfußball-Klub. „Durch Kevin und Baris Özbek haben wir sicherlich nochmal an nationaler Reichweite gewonnen. Also wir sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt“, erklärt Onucka. Man darf gespannt sein, wer sich demnächst zum TuS auf die Anlage verirrt – ob zum Fitnesstraining von Dino Dzaferoski oder zum Zugucken.

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