Eine gesamte Dortmunder Fußballmannschaft befindet sich in Quarantäne. © Stephan Schuetze
Sport-Jahresrückblick

Platz 9: Spielabsage nach Coronafall – Gesamte Dortmunder Fußballmannschaft muss in Quarantäne

Wir präsentieren euch bis zum Jahresende jeden Tag einen unserer Top-Ten-Artikel des Jahres 2020 aus dem Dortmunder Sport. Keine Artikel wurden öfter gelesen. Platz 9: Corona-Quarantäne.

Das Coronavirus legt den Spielbetrieb im Dortmunder Amateurfußball mehr und mehr lahm. Nun muss aufgrund eines positiven Corona-Testergebnisses eine komplette Dortmunder Fußballmannschaft für 14 Tage in Quarantäne. Die kommenden beiden Meisterschaftsspiele fallen damit aus.

Die ersten Symptome hatte der betroffene Spieler am Donnerstag. Er hatte Fieber, fühlte sich schlapp. Schnell ließ er sich bei einem Arzt testen, am Freitag folgte dann das Ergebnis: Er ist Corona-positiv. Die Rede ist von einem Kicker des Fußball-Bezirksligisten Mengede 08/20.

Weil der noch am Dienstag mit seinen Trainingskollegen auf dem Fußballplatz stand, müssen nun alle Spieler und auch Trainer Thomas Gerner in Quarantäne – für 14 Tage ab besagtem Dienstag (bis zum 27. Oktober). Die Nachricht bestätigten am Freitag Gerner selbst sowie Vorstandsvorsitzender Michael Schulz.

„Ja, wir haben einen positiven Corona-Fall. Die Jungs, die am Dienstag dabei waren, gehen jetzt alle in Quarantäne. Wir haben auch den Staffelleiter sofort informiert und auch den BV Viktoria Kirchderne, gegen den wir letzte Woche gespielt haben“, sagt Schulz. Der betroffene Spieler, der am Donnerstag über Fieber und Müdigkeit klagte, stehe in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. „Jetzt geht es ihm den Umständen entsprechend gut“, sagt Schulz, der betont: „Fußball kommt an 25. Stelle. Die Gesundheit geht vor.“

Neben den Spielern, die sich in den kommenden Tagen einem Test unterziehen werden, muss sich nun ab sofort auch Mengedes Trainer Thomas Gerner in Quarantäne begeben. „Wir sind da jetzt sehr pflichtbewusst. Wir hatten auch das Training am Donnerstag schon abgesagt, als wir gehört hatten, dass mehrere Spieler Symptome haben“, so der Trainer, der bereits einen Corona-Schnelltest hat machen lassen. Dieser sei negativ ausgefallen. „Es ist jetzt der Worst-Case eingetreten, aber wir müssen nun schauen, wie sich alles entwickelt. Man kann da niemandem einen Vorwurf machen“, so der Trainer.

Und was sagt der Coach ob der steigenden Zahlen und Fälle zu einer vorübergehenden Saisonunterbrechung? „Eigentlich bin ich ein Verfechter davon, dass wir spielen. Ich bin kein Befürworter eines Abbruchs. Aber ist es momentan wirklich sinnvoll zu spielen? Ich will keinen weiteren Lockdown und auch keinen Fußball-Lockdown. Vielleicht macht es Sinn, dass wir einen Zwei-Monate-Stopp einlegen, wenn bald auch die Grippewelle startet“, schlägt der Trainer vor, der nun in der Quarantäne viel Zeit haben wird, um sich anderen Dingen außerhalb des Fußballs zu widmen.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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