Ein Dortmunder Klub verzichtet auf den möglichen Aufstieg © Nils Foltynowicz
Fußball-Oberliga

Prägender Spieler der vergangenen Jahre verlässt den ASC 09 Dortmund – schon im Winter

Mit zwölf Spielern hat der ASC 09 Dortmund schon für die kommende Spielzeit verlängert. Ein Akteur verlässt den Fußball-Oberligisten aber. Schon im Winter.

Das Gespräch ist beiden Parteien nicht leichtgefallen. Nicht dem Sportlichen Leiter Samir Habibovic, nicht dem Spieler. Am Ende einigten sich beide aber darauf, den bestehenden Vertrag sofort aufzulösen und getrennte Wege zu gehen.

Auch am Morgen danach war Pierre Szymaniak wehmütig. Es sei nicht leicht für ihn gewesen, sich vom ASC zu trennen. Vor allem, weil er davon überzeugt ist, dass er dem Team noch hätte helfen können. Doch der Sportliche Leiter Habibovic hatte ihm erklärt, dass es für Szymaniak sehr schwer werden würde, überhaupt noch Spielanteile zu bekommen.

In der aktuellen Saison kam er bisher auf 40 Minuten Einsatzzeit. Wie beliebt Szymaniak innerhalb des Teams ist, zeigt sich bei Instagram,seine ehemaligen Mitspieler feiern ihn: Stürmer Maximilian Podehl postete eine Videosequenz, in der zu sehen ist, wie Szymaniak einen 40-Meter-Pass auf Podehl zaubert und der eiskalt verwandelt.

Pierre Szymaniak verlässt den ASC. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

„Das macht mich besonders traurig. Das ich mich jetzt nicht Auge in Auge von den Spielern verabschieden kann. Ich hätte gerne einige noch einmal kräftig in den Arm genommen.“ Er verabschiedete sich von den engsten Vertrauten per Telefon. Zum Beispiel von Marcel Münzel, Maximilian Podehl oder Mike Schäfer.

Vier Jahre beim ASC 09 Dortmund

Mit ihnen hat er viel beim ASC erlebt. Vier Jahre war er im Klub und war zumeist Stammspieler, wenn es die Gesundheit zuließ. „Pierre war in seiner Hochzeit prägend für unser Spiel. Ich erinnere mich allein an die Saison, in der wir zum ersten Mal Dritter geworden und fast in die Regionalliga aufgestiegen sind“, sagt Habibovic.

In dem Jahr diktierte Szamnyiak von der Acht aus das ASC-Spiel. Neben ihm war Philipp Rosenkranz für das Grobe zuständig. Szymaniak war der Taktgeber aus der Tiefe heraus. „Das war mein stärkstes Jahr beim ASC“, sagt Szymaniak. Aber am Ende der Spielzeit fing das Verletzungspech schon an. Er verletzte sich schwer an der Schulter und musste operiert werden. In den späteren ASC-Jahren folgten noch Operationen am Knie.

„Er hat ein gutes Heilfleisch“

„Er hat sich aber immer wieder zurück in die Mannschaft gekämpft. Er muss gutes Heilfleisch haben“, sagt Habibovic. Vor dieser Spielzeit funktionierte das nicht. Wieder machte das Knie Probleme, wieder versuchte er sich heranzukämpfen. Ohne Erfolg. Er pendelte zwischen der zweiten Mannschaft und der Bank im Oberliga-Team.

„Deshalb suchte Habibovic das Gespräch mit ihm und am Ende stand die Trennung. „Ich werde immer positiv auf den ASC zurückblicken. Ein toller Verein, bei dem ich Freunde gefunden habe“, sagt Szymaniak. Für ihn wird es weitergehen. Er führt schon Gespräche. „Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich mich einem Klub anschließe, bei dem einige Freunde von mir spielen“, sagt Szymaniak. Mehr möchte er nicht verraten.

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Thomas Schulzke

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