Anil Konya hatte gesundheitliche Probleme - und musste ausgewechselt werden. © Kisker
Hecker-Cup

Rettungswagen-Einsatz in Aplerbeck: Anil Konya muss mit Herzrasen vom Notarzt betreut werden

Das war ein ganz bitterer Tag für Anil Konya. Der Wickeder, der am Samstag seinen Geburtstag feierte, kickte beim Hecker-Cup mit - und musste vorzeitig vom Platz. Ein Notarzt kam sogar nach Aplerbeck.

So hat sich Anil Konya seinen 31. Geburtstag mit Sicherheit nicht vorgestellt. Der Wickeder Kapitän mischte am Samstag an seinem Ehrentag beim Hecker-Cup mit, wollte mit seiner Westfalia gegen den Ausrichter ASC noch eine kleine Sensation schaffen und in die K.o.-Spiele einziehen. Nach rund 20 Minuten war aber Schluss für Konya. Der Defensivmann hatte Herzrasen, Schwindelgefühle und musste runter. Sogar ein Notarzt betreute ihn am Platz. Wie geht es ihm jetzt?

Den Rest seines Geburtstages und auch einen Großteil des Sonntags hat Anil Konya auf der heimischen Couch verbracht. Der Westfalia-Kapitän ist noch immer nicht richtig fit. „Ich bin ziemlich platt, habe auch Kopfschmerzen und bin neben der Spur“, berichtet Konya am Telefon. So richtig verdaut scheint er den Schock vom Samstag auch noch nicht zu haben.

Konya: „Ich hatte Herzrasen“

Dabei war beim Aufwärmprogramm der Wickeder noch alles in Ordnung. Erst während des Spiels bekam Konya Probleme. „Ich hatte Herzrasen, der Blutdruck ging hoch und runter. Ich habe sofort gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. Mir wurde Schwarz vor Augen. Da habe ich dann auch an Christian Eriksen gedacht“, sagt Konya. Christian Eriksen ist bekanntlich Profifußballer und brach im EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland plötzlich auf dem Platz zusammen und musste sogar reanimiert werden.

Ganz so schlimm traf es Konya glücklicherweise nicht. Ein Notarzt und ein Rettungswagen mussten den 31. Jährigen an seinem Ehrentag trotzdem vor Ort betreuen. „Ich hatte einen Blutdruck von 186/144. Das war natürlich viel zu hoch. Mir wurde eine Infusion gelegt und ich habe Betablocker bekommen. Danach habe ich überlegt, ob ich ins Krankenhaus soll, wollte aber erstmal zuhause zur Ruhe kommen“, so Konya.

Konya sucht am Montag seinen Hausarzt auf

Die geplante Geburtstagsfeier fiel natürlich ins Wasser, Konya musste sich um seine Gesundheit kümmern. Am Montag wolle er seinen Hausarzt aufsuchen, um ein Langzeit-EKG zu machen. Ob Konya eine Sportpause einlegen müsse, wisse er derzeit noch nicht. Bereits vor rund vier, fünf Jahren hatte Konya ähnliche Probleme, wurde damals im Krankenhaus behandelt. „Man steigert sich natürlich rein und bekommt Angst. Ich war nur noch mit meinem Körper beschäftigt“, sagt Konya, der dennoch mehrere Minuten noch durchhielt und auch einige Aplerbecker Angriffe abwehrte.

Nach seiner Auswechselung bekam Konya viel Zuspruch – von seinen Mitspielern, aber auch von den Aplerbeckern, bei denen unter anderem Konyas Bruder Emre als Sportlicher Leiter fungiert. „Es war ein sehr emotionaler Tag für mich. Jetzt muss ich erstmal alles sacken lassen. Mein Körper ist noch sehr ausgelaugt“, so Konya am Sonntagnachmittag weiter.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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