In Brünnninghausen läuft es gerade rund. Das macht es für Rückkehrer nicht gerade leicht, einen Platz in der Start-Elf zu finden. © Folty
Westfalenliga

Rückkehr in Brünninghausens Team ist für einen der erfolgreichsten Stürmer kein Selbstläufer

Drei Spiele, drei Siege, es könnte kaum besser laufen für den FC Brünninghausen in der Westfalenliga. Doch für Rückkehrer nach einer Verletzung wird der Weg zurück ins Team dadurch nicht leichter.

Das gilt auch für einen besonders populären Stammspieler und Leistungsträger des FCB. Dreimal konnte er nur zusehen, wie sich seine Mannschaft durch die Siege gegen Deuten (2:0), Gerlingen (3:0) und in Wickede (3:2) auf den zweiten Platz in der Tabelle hocharbeitete.

Zusehen, das bedeutete in diesem Fall zwar nicht tatenlos sein. Aber der Platz an der Seitenlinie als Spielertrainer ist eben doch was anderes als auf dem Platz selbst für die Tore zu sorgen. „Das soll sich aber auf jeden Fall wieder ändern, sobald ich wieder fit bin“, sagt Brünninghausens Florian Gondrum.

Aus einer Verletzung kommend, war er gerade wieder voll einsatzbereit, als ihn kurz vor dem Saisonauftakt gegen Rot-Weiß Deuten ein Muskelfaserriss im Oberschenkel erneut außer Gefecht setzte.

„Es ist natürlich entspannter zu sehen, wenn die Jungs das auch so hinkriegen. Trotzdem hab ich natürlich an mich den Anspruch, wieder zu spielen“, sagt Gondrum.

Brünninghausens Trainerteam: Spielertrainer Florian Gondrum (l.) und Coach Rafik Halim. © Folty © Folty

Sich noch etwas Zeit zu nehmen – auch wenn es schwer fällt – scheint ihm geraten: „Ich bin ja ein eher ungeduldiger Mensch. Aber wenn man mal Leuten spricht, die so eine Muskelverletzung schonmal hatten, dann hört man sehr oft den Ratschlag, sich lieber eine Woche mehr Zeit zu geben, als zu früh auf dem Platz stehen und im schlimmsten Fall dann noch länger raus zu sein. Und so geh ich das jetzt auch an.“ Der Erfolg der Mannschaft gebe ihm die Gelegenheit dazu.

Trotzdem hat Gondrum die Rückkehr ins Team fest im Blick. „Im Moment trainiere ich nur leicht. Aber das Passspiel funktioniert schon wieder. Wenn es gut läuft, kann ich nächste Woche wieder richtig ins Training einsteigen.“

Klar ist für Gondrum aber auch: „Ich werde jetzt nicht eine Woche spielen und dann sofort 90 Minuten auf dem Platz stehen. Da geh ich die Sache schon vernünftiger an. Aber es wird der Zeitpunkt kommen, an dem ich wieder spiele.“

Wann und wie lange, darüber entscheidet auch der Spielertrainer Florian Gondrum nicht allein. „Da hat Cheftrainer Rafik Halim ja auch noch ein Wörtchen mitzureden. Wir werden das im Team klären“, sagt Gondrum. „Das Ziel ist aber für mich nicht, die Bank zu drücken – soviel ist klar.“

Nächsten Sonntag kommt der SV Sodingen nach Brünninghausen. Steht Florian Gondrum dann schon wieder im Kader? „Das kommt noch zu früh“, sagt der 31-Jährige. „Aber eine Woche später beim Auswärtsspiel in Hagen, da ist ein Kaderplatz ganz klar mein Ziel.“

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Sportredaktion Dortmund
61er-Jahrgang aus Bochum, seit über 35 Jahren im Journalismus zu Hause - dem Sport und dem blau-weißen VfL schon ewig von Herzen verbunden - als Sportredakteur aber ein Spätberufener.
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