Migel-Max Schmeling (r.) läuft ab sofort für den TuS Bövinghausen von Klub-Boss Ajan Dzaferoski auf. © TuS Bövinghausen
Fußball

Schicksalsschlag hat einen Fußball-Profi zum TuS Bövinghausen geführt

Aufgrund eines Schicksalsschlags entschied sich Migel-Max Schmeling für eine Vertragsauflösung in der 3. Liga und den Wechsel zum TuS Bövinghausen. Den vergleicht er nun mit RB Leipzig.

Nur einen Tag nach der Verkündung der Zusage von David Odonkor hat der TuS Bövinghausen nochmal nachgelegt. Am Donnerstag präsentierte TuS-Vorsitzender Ajan Dzaferoski mit Migel-Max Schmeling den nächsten Neuzugang – dieses Mal direkt aus der 3. Liga. Nun erklärt Schmeling seinen Wechsel.

Schmeling bestätigte, dass er bei Drittligist SC Verl um eine Vertragsauflösung gebeten habe. Der Grund ist ein familiärer Schicksalsschlag: Der Opa des 21-Jährigen ist verstorben.

Migel-Max Schmeling hatte nach familiären Zwischenfall keinen Kopf mehr für den SC Verl

„Das hat mich sehr hart getroffen. Ich bin sozusagen bei ihm aufgewachsen“, sagt Schmeling. Entsprechend müsse die Familie nun enger zusammenstehen. Mental sei Schmeling daher zurzeit nicht in der Lage, sechs Mal die Woche als Profi-Sportler zu funktionieren.

Freiwillig ging es deshalb gleich drei Spielklassen tiefer in die Westfalenliga. „Eine weitere Auswahl wäre da gewesen“, sagt Schmeling. Doch Bövinghausens Pascal Königs und Weltmeister Kevin Großkreutz ließen ihm keine andere Wahl. „Die beiden haben mich beinahe minütlich mit Nachrichten bombardiert“, scherzt Schmeling.

Migel-Max Schmelling (r.) lief auch schon für die U23 von Borussia Dortmund auf. © Bielefeld © Bielefeld

Und wie Schmeling betont, sie die Qualität im Bövinghauser Kader ja auch nicht so gering. Deshalb stelle der TuS für ihn auch nicht nur eine kurzzeitige Zwischenstation da. In dieser Saison sehe er sich „zu hundert Prozent“ an der Provinzialstraße.

Aber danach? Peilt Schmeling – mit 21 Jahren noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt – dennoch die Rückkehr in den Profi-Bereich an? „Es sagt ja keiner, dass das nicht Bövinghausen klappen kann“, sagt Schmeling.

Schließlich seien dafür nur zwei Aufstiege nötig, dann spiele der Dzaferoski-Klub schon in der Regionalliga. „Man hat ja bei Leipzig gesehen, wie schnell es in Deutschland gehen kann“, sagt Schmeling.

Auch wenn der Red-Bull-Klub dann doch nochmal andere Voraussetzungen als die Dortmunder hatte, peilt der TuS schon in diesem Jahr den nächsten Aufstieg an. „Es gibt keine zwei Meinungen, dass jeder in Bövinghausen diesen Plan hat“, sagt Schmeling.

Migel-Max Schmeling bringt Ruhrpott-Mentalität zum TuS Bövinghausen

Dabei will er mit seiner Qualität helfen. Schmeling definiert sich als Ruhrpott-Jungen. Jemand, der weiß, dass ein gelungener Zweikampf manchmal eher erwartet wird als Können am Ball. Dennoch vermutet der Linksfuß dort seine größten Qualitäten.

Natürlich darf beim Namen Migel-Max Schmeling die obligatorische Frage nach den Gedanken hinter dem Namen nicht fehlen. Tatsächlich sei sein Vater großer Box-Fan und habe sich zu seiner eigenen aktiven Zeit als Fußballer stets mit Rocky Balboa motiviert, verrät Schmeling.

Da war es natürlich naheliegend, dass Schmeling in seinem Namen eine Hommage an den bis dato einzigen deutschen Schwergewichts-Weltmeister erhält. Sein Vater habe ihn sogar nur Max Schmeling nennen wollen, doch da seine Mutter eingeschritten, lacht Schmeling.

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freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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