Auf die Fußballerinnen des SV Berghofen wartet ein erstes Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt. © Nils Foltynowicz
Fußball

„Sie hatten Tränen in den Augen“: Nun steht der Zweitligist vor einem ersten Endspiel

Drei Wochen ist Trainer Ersin Ekiz im Amt beim Zweitligisten SV Berghofen. Alle drei Spiele in dieser Zeit verlor das Team. Die Luft im Abstiegskampf wird enger und enger. Nun wartet ein direkter Konkurrent.

Für den Frauenfußball-Zweitligisten SV Berghofen steht die nächste englische Woche auf dem Terminplan. Am Mittwoch (18.30 Uhr) steigt der Abstiegskrimi bei Borussia Mönchengladbach. Beide Teams konnten im bisherigen Saisonverlauf acht Punkte ergattern und belegen zurzeit einen Abstiegsplatz.

Beide Mannschaften sind allerdings punktgleich mit Arminia Bielefeld. Die Bielefelderinnen belegen derzeit aufgrund des besseren Torverhältnisses den sechsten Platz, der zu einem Relegationsspiel gegen einen Vertreter der Südgruppe berechtigt. Wir haben vor dem richtungsweisenden Spiel mit dem neuen Trainer Ersin Ekiz gesprochen, der seit drei Wochen gleichberechtigter Partner von Trainerin Laura Marienfeld ist.

Herr Ekiz, Sie hätten sich wahrscheinlich auch einen anderen Einstand gewünscht, als gleich drei Niederlagen zum Auftakt Ihrer Tätigkeit?

Natürlich startet keiner gerne mit drei Niederlagen am Stück. Aber der FSV Gütersloh, der FC Carl-Zeiss Jena und auch RB Leipzig zählen zu den Spitzenteams der Liga und stehen zurecht dort oben. In Leipzig haben wir mit Abstand die beste Leistung geboten. Die Mannschaft hat überragend gekämpft und ansehnlich Fußball gespielt, leider hat sie sich dafür nicht mit einem Punkt belohnt. Einige Spielerinnen hatten deshalb nach der Partie Tränen in den Augen.

Wie sind Sie als neuer Trainer von der Mannschaft aufgenommen worden?

Natürlich war ich in der ersten Woche noch ein Fremdkörper. Auch wenn die Ergebnisse enttäuschend waren, fühle ich mich mittlerweile gut aufgenommen und habe auch ein sehr gutes Gefühl bei meiner Arbeit. Das Vertrauen zwischen Mannschaft und Trainer baut sich langsam, aber stetig auf.

Wie klappt die Zusammenarbeit mit Ihrer gleichberichtigten Partnerin Laura Marienfeld?

Aufgrund unseres heftigen Programms mit den vielen Spielen konnten wir noch nicht so viele gemeinsame Trainingseinheiten absolvieren. Ansonsten ergänzen wir uns wirklich gut. Ich bin zufrieden mit der Zusammenarbeit.

Mit welchem Plan wollen Sie in Mönchengladbach drei Punkte holen?

Wir werden voll auf Sieg spielen. Mit einer Mischung aus einer stabilen Defensive wie gegen Jena und der starken fußballerischen Leistung gegen RB Leipzig wollen wir Mönchengladbach in die Knie zwingen. Ein Führungstor wäre enorm wichtig und würde der Mannschaft das erforderliche Selbstvertrauen geben.

Ist der Klassenerhalt auch bei einer möglichen Niederlage in Mönchengladbach noch zu realisieren?

Nach der Partie in Mönchengladbach haben wir nur noch fünf Spiele, in denen wir Punkte holen können. Bei einer Niederlage wird es extrem schwer, auch wenn wir noch gegen die direkten Konkurrentinnen Arminia Bielefeld, VfL Wolfsburg II, Turbine Potsdam II und erneut gegen Mönchengladbach spielen müssen.

Über den Autor
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Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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Frank Büth
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