Der VfR Sölde darf aktuell regelmäßig jubeln. © Foltynowicz
Fußball-Bezirksliga 8

Sieben Siege, sieben Spiele, das beste überkreisliche Team: Was ist das Geheimnis des VfR Sölde?

Der VfR Sölde ist das dominierende Team in Dortmund. Sieben Spiele, sieben Siege zum Saisonstart in der Bezirksliga 8. Ein verschworener Haufen. Wie kam es zu diesem Fabelstart?

Fabien Joel Garando ist ein zurückhaltender, junger Mann. Hört man ihn sprechen, wählt er seine Worte sehr bedacht, lässt sich nur wenig entlocken. Im Podcast „Die 7er-Kette“ verriet er vergangene Woche aber, dass er hoch möchte mit seinem Klub, dem VfR Sölde.

Oben auf ist Garando mit seinem Team bereits. Sieben Spiele hat das Team hinter sich, sieben Siege gefeiert. Kein anderes überkreisliches Team kann so eine dominante Statistik vorweisen. In den Dortmunder Kreisligen gibt es mit dem SV Westrich lediglich ein Team, welches bislang ebenfalls sieben Spiele zum Auftakt gewann.

„Wir müssen hoch“, sagte Garando vergangene Woche und sein Kapitän Stephane Preuß wollte nach dem 7:0-Erfolg gegen ETuS/DJK Schwerte am vergangenen Sonntag (10. Oktober) nicht widersprechen. „Sicherlich ist es nach dem Auftakt vermessen zu sagen, wir spielen gegen den Abstieg“, sagt Preuß.

Danach sieht es absolut nicht aus, doch woher kommt diese Erfolgsserie zum Start? Immerhin ist beinah ein Viertel der Spielzeit schon fast rum.

„Wir haben den gleichen Kader wie letztes Jahr und uns nur punktuell verstärkt“, sagt Söldes Trainer Marco Nagel. Zu diesen Verstärkungen zählt unter anderem Ertugrul Aksoy, der aus der Kreisliga B vom TuS Kruckel kam und sich gleich akklimatisiert hat (fünf Saisontore).

Ohne viel Anstrengung erzielt Sölde sieben Tore

„Uns zeichnet alles aus, was wir im Moment gemacht haben, weil wir einfach sieben Mal gewonnen haben. Ob das jetzt immer so rosig war, sei am Ende dahingestellt, aber am Ende zählt es halt. Wie sagt man so schön: Die Tabelle lügt nicht“, sagt Kapitän Preuß. Das Spiel gegen ETuS war keines dieser Spiele, an die man sich nach dem Ende der Spielzeit zurückerinnern wird. Sölde spielte glanzlos, ohne sich zu verausgaben und erzielte dennoch sieben Tore.

„Es macht wirklich sehr viel Spaß. Die Freude ist da, der Zusammenhalt ist da. Das macht halt richtig Spaß“, frohlockte Nagel. Und das, obwohl er nicht immer allzu viele Spieler beim Training hat. Die Gemeinschaft ist sehr stark im Dortmunder Südosten.

„Wir haben wirklich nicht viele beim Training zwischendurch gehabt. Trotzdem sind die, die da sind, immer voll dabei“, lobt Preuß. „Ich muss da unsere A-Jugendlichen hervorheben. Das ist einfach Weltklasse. Die haben kaum Minuten gekriegt bisher, sind aber immer da. Und über das Training kommt auch der Erfolg.“

Druck kommt aber keiner auf. Auch wenn Preuß und Garando das Ziel ausschreiben, bis zum Ende der Spielzeit ganz oben zu bleiben, gibt sich Nagel entspannt: „Wir möchten oben mitspielen, das machen wir jetzt momentan und wenn wir vielleicht irgendwann mal nur noch Dritter sind, dann sind wir nur noch Dritter. Und wenn wir ganz am Ende Erster sein sollten, feiern wir ein tolles 100-jähriges Bestehen.“

Denn dieses wirft sein Schatten voraus: Im kommenden Jahr feiert der Klub seine Gründung im Jahr 1922. Der Landesliga-Aufstieg wäre das passende Geschenk, welches sich der Verein selbst machen könnte.

Über den Autor
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David Nicolas Döring

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