Da geht‘s Richtung Sieg: Michael Kalwa, Trainer der Dortmunder Löwen, zeigt die Richtung an. © Nils Foltynowicz
Fußball

Sind die Löwen Mitfavorit beim Kronen-Kreidekarre-Cup? „Kommt mal alle wieder runter!“

Die Dortmunder Löwen starteten überzeugend in ihre Vorbereitungsspiele. Besonders beim Kronen-Kreidekarre-Cup ließen sie dem Landesligisten Kirchhörder SC keine Chance.

Es scheint, als wären sie nie weggewesen. Während viele Amateurfußball-Teams nach der langen coronabedingten Pause mit Konditions- und Spiel-Problemen auffallen, haben die Dortmunder Löwen gleich mal ihre ersten beiden Testspiele gegen höherklassige Teams gewonnen. Und nicht nur das: Gegen den Kirchhörder SC (3:0) überzeugte das Team läuferisch, lief den Landesliga-Top-Klub hoch an und war auch spielerisch das bessere Team.

Noch vor einer Woche – nach dem 2:1-Sieg gegen den VfL Schwerte – bemühte sich Brackels Trainer Michael Kalwa darum, den Ball flach zu halten. Auf die Frage, ob das Team schon auf dem richtigen Weg sei, antwortete er, „das ist schwierig zu beurteilen“. Er wolle auch keine Schlüsse aus dem ersten Testspiel für die Liga ziehen. „Wer das macht, ist zurecht Zuschauer und kein Trainer.“

Aber nach dem überzeugenden Sieg der Löwen gegen den KSC – immerhin Landesliga-Spitzenreiter der annullierten Saison 2020/21 – stellt sich erneut die Frage, wie gut die Löwen eigentlich sind. Denn wie Brackels Spieler Hendrik Hain feststellte, „waren wir die ganze Zeit lang dominant.“ Die Löwen hatten viele Chancen und nur wenige zugelassen. „Wir haben sehr, sehr viel Laufbereitschaft gezeigt und den Gegner früh attackiert, um möglichst viel Druck auszuüben.“

In dieser Form sind die Löwen ein ernstzunehmender Gegner – auch für überkreisliche Teams. Beim Kronen-Kreidekarre-Cup setzte das A-Kreisligist mit dieser Leistung ein Ausrufezeichen. Sind die Dortmunder Löwen nun ein Mitfavorit auf den Titel?

„Kommt mal alle wieder runter!“, sagt Kalwa auf diese Frage lachend. Kirchhörde habe sicherlich nicht den besten Tag erwischt. Er könne zwar nicht verneinen, dass sein Team ein starkes Spiel gemacht hat. „Von den Möglichkeiten und der Einstellung her sowie von der Aggressivität und den Abständen gegen den Ball war das ein gutes Spiel von uns“, erklärt er. Jetzt gelte es aber, das dauerhaft zu bestätigten. Auch wenn Kalwa betont: „Die Mannschaft hat die Messlatte jetzt hoch gesetzt. Das gefällt mir.“

Hendrik Hain aber hält genau wie sein Trainer den Ball weiter flach. „Erstmal keinen Höhenflug jetzt“, so die knappe Antwort. „Es war erst unser zweites Spiel.“ Nichtdestotrotz wolle das Team weiter das Beste aus sich rausholen. Und was Hain bereits erkennt: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Bleibt das Team auf diesem, ist es weiterhin für Überraschungen – und vielleicht sogar den Turniertitel – gut.

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