Vier Tore fielen im Derby zwischen dem FC Brünninghausen und dem BSV Schüren. © Nils Foltynowicz
Fußball-Westfalenliga

Spektakel im Derby: Vier Tore, drei Verletzte und ein Platzverweis – aber erst nach dem Spiel

Das Westfalenliga-Derby zwischen dem BSV Schüren und dem FC Brünninghausen bot seinen 100 Zuschauern ein Spektakel. Nach dem Spiel gab es noch eine Rote Karte.

Die einen freuten sich am Ende über den Zähler, die anderen ärgerten sich über die Punkteteilung. Während der BSV Schüren mit dem 2:2-Remis gegen den FC Brünninghausen gut leben konnte, waren die Gäste, die das dritte Spiel in Serie nicht gewannen, enttäuscht. Nach dem Spiel gab es sogar noch eine Rote Karte gegen einen Brünninghausener.

Der Sportliche Leiter des FCB, Reza Hassani, ärgerte sich nach dem Abpfiff so lautstark über das Schiedsrichtergespann um den Unparteiischen Christian Buschmann, dass er ihm die Rote Karte zeigte. Was war los? Hassani: „Ich habe bei ihm nachgefragt, warum er nur zwei Minuten hat nachspielen lassen. Das habe ich nicht verstanden“, so Hassani. Der Schiedsrichter wollte sich allerdings nicht auf die Diskussion einlassen, zückte nach einem kurzen Wortgefecht schließlich die Rote Karte.

Das Derby an sich verlief in den rund 90 Minuten zuvor dagegen fair. Der FCB startete motiviert ins Spiel, ging bereits nach vier Minuten durch den starken David Vaitkevicius in Führung, den zuvor Jonas Telschow bedient hatte. Postwendend fand Schüren aber die Antwort. Michael Hines glich früh zum 1:1 aus (6.). Danach hatte der FC Brünninghausen Feldvorteile, nutzte seine Möglichkeiten aber nicht entscheidend, sodass es mit dem Remis in die Pause ging.

Nach dem Wiederanpfiff bot sich ein verteiltes Spiel, in dem sich beide Mannschaften aber erstaunlich viele Fehlpässe leisteten. Dank einer Ecke ging der FCB erneut in Führung. Eine Ecke verlängerte Lukas Ziegelmeir mit dem Kopf auf Vaitkevicius weiter, der den Ball an BSV-Keeper Samulewicz vorbei ins Tor grätschte – 2:1 (74.). Der BSV, der zwei Mal verletzungsbedingt wechselte und Stürmer Jonas Schneck sowie Sechser Björn Menneke herunternehmen musste, schien geschlagen.

Doch Schüren kam nochmal zurück – ebenfalls durch einen Treffer nach einer Ecke. Der eingewechselte Valentin Simoes Dos Santos nickte eine Ecke von Nikolaos Simeonidis zum 2:2-Endstand ein – und das ärgerte den FCB-Spielertrainer Florian Gondrum sehr: „Wir sind enttäuscht, weil wir uns drei Punkte erhofft hatten und das Spiel die drei Punkte auch hergegeben hätte“, sagt Gondrum und ergänzte: „Wir sind aber auch verärgert, weil wir es wieder nicht schaffen, so ein Spiel nach einer 2:1-Führung zu gewinnen. Wir bekommen wieder einen Gegentreffer nach einem Standard. Das ist extrem ärgerlich“, so Gondrum, der ebenfalls einmal verletzungsbedingt wechselte. Für Patrick Trawinski ging es in der ersten Halbzeit nicht mehr weiter. Gondrum: „Das ist wohl etwas Muskuläres.“

Bessere Laune hatte am Sonntag Gondrums Gegenüber, Arthur Matlik. Der Schürener Coach, der mit enormen Verletzungsproblemen zu kämpfen hat, freute sich über den Punktgewinn. „Wir sind sehr zufrieden, obwohl Brünninghausen feldüberlegen war. Wir haben nie aufgegeben, sind zwei Mal in Rückstand geraten und dann wiedergekommen“, sagt Matlik. Der BSV steht weiterhin auf Rang 13, Brünninghausen bleibt Zweiter, der Rückstand auf Bövinghausen ist nun aber auf fünf Zähler angewachsen.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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