Die Sportanlagen sind gesperrt. Nicht alle halten sich daran. © picture alliance/dpa
Gesperrte Sportplätze

Spiele mit 20 Personen auf gesperrten Plätzen – Fußballkreis appelliert an alle Mitglieder

Die Sportanlagen in Dortmund sind gesperrt. Allerdings scheint sich nicht jeder an das Betretungsverbot zu halten. Der Fußballkreis appelliert deshalb an seine Mitglieder.

Es klingt fast schon ein bisschen resigniert, aber wie wahrscheinlich alle, scheinen auch die Verantwortlichen des Fußballkreises Dortmund langsam genug von Corona zu haben. „Irgendwie hatten wir die große Hoffnung, dass wir uns zum Thema Corona in diesem Jahr nicht mehr äußern müssen“, schreibt der Kreis auf seiner Facebook-Seite.

Der Satz impliziert schon ein „Aber“, das dann auch kommt: „Da uns jedoch aktuell Informationen zur tatsächlichen (wenn auch wahrscheinlich unbefugten) Nutzung von Sportanlagen erreichen, möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass sämtliche Sportanlagen gesperrt sind und deren Nutzung vollständig untersagt ist.“

Diese Informationen, von denen der Kreis da schreibt, scheinen, so wirkt es beim Lesen, von der Stadt Dortmund zu kommen. Auf Anfrage unserer Redaktion, sagt der stellvertretende Kreisvorsitzende Andreas Edelstein, dass die Stadt an den Kreis mit der Bitte herangetreten sei, noch einmal an seine Mitglieder zu appellieren, dass das Spielverbot auf den Anlagen einzuhalten ist.

„Das Ordnungsamt ist unterwegs“

„Es ist ja nicht so, dass das nicht kontrolliert wird. Das Ordnungsamt ist unterwegs und hat zuletzt Verstöße festgestellt“, sagt Andreas Edelstein. Da gebe es den Vater, der mit seinem Sohn auf einem Platz spielt, aber teilweise auch größere Gruppen von 20 Personen, die sich verabreden und gegeneinander Fußball spielen, erzählt Edelstein.

„Ich kann das alles verstehen. Uns allen fehlt der Fußball. Die Schulen sind dicht. Kinder schnappen sich da auch mal einen Ball und gehen auf einen Platz. Wir müssen aber darauf hinweisen, dass es nicht erlaubt ist. Egal, ob zehn Leute oder zwei“, gibt der stellvertretende Kreisvorsitzende zu bedenken.

„Wir wollen jetzt noch einmal dafür sensibilisieren, dass auch die Vereine noch einmal verstärkt darauf achten.“ Er sehe es in seinem eigenen Verein, dem SC Husen-Kurl, dass dort auch Leute auf dem Platz seien, sagt Edelstein. „Dass Leute dort über den Zaun klettern, wird auch kein Verein vollständig verhindern können. Aber sie sollten jetzt noch einmal Schilder aufstellen und wenn sie es sehen, klipp und klar sagen, dass das so nicht geht.“

„Es tut mir in der Seele weh“

Es tue ihm in der Seele weh, aber es sei gerade nun mal verboten und Solidarität geboten. Und für Vereine könnte eine Nichtbeachtung dieses Verbots teuer werden.

Sollte eine Beteiligung des Vereins nachweisbar sein, so schreibt der Kreis in seinem Facebook-Post, werde das zu erheblichen Bußgeldern bis hin zu einem künftigen Nutzungsverbot führen „Bitte führt daher selbst verstärkt Kontrollen durch und verweist die unbefugten Nutzer der Sportanlage. Bitte sorgt vor allem dafür, Eure Mitglieder für diesen Umstand zu sensibilisieren“, appelliert deshalb der Fußballkreis.

Über den Autor
Volontär
Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
Zur Autorenseite
Lukas Wittland

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt