Beim VfL Hörde geht es nur bergauf. © Nils Foltynowicz
Fußball-Kreisliga

Starker Start: VfL Hörde schlägt Bezirksligisten – ein Spieler bricht sich das Schlüsselbein

In der zuletzt annullierten Spielzeit hatte der VfL Hörde seine Liga dominiert und hätte wohl um den Aufstieg mitgespielt. Nun wagt der VfL einen neuen Anlauf und zeigt sich schon in guter Form.

Wäre die vergangene Spielzeit 2020/21 wegen der Corona-Pandemie nicht annulliert worden, dann würde der VfL Hörde mittlerweile vermutlich in der Bezirksliga spielen. Der Klub des Trainerteams Lukas Lakoma und Azzis Darsi führte seine Liga in den ersten Spielen der vergangenen Spielzeit an. Nun wagt der VfL einen neuen Anlauf, befindet sich derzeit in der Vorbereitungsphase auf die nächste Saison. Am Sonntag ist dem Klub dabei ein überraschender Testspielsieg gegen einen ambitionierten Dortmunder Bezirksligisten gelungen. Doch es gibt nicht nur gute Nachrichten.

Der ambitionierte A-Ligist schlägt den ambitionierten Bezirksligisten mit 4:2 – auswärts. Das ist dem VfL Hörde am Sonntag bei RW Germania gelungen. Ein überraschender Start in die Testspielserie für beide Klubs. VfL-Coach Lukas Lakoma wollte das Ergebnis aber nicht zu hoch hängen. „Es hat mich sehr gefreut, dass wir gewonnen haben. Wir wollen das Spiel aber nicht überbewerten. Beide Mannschaften haben viel getestet. Am Ende haben wir mit zwei Toren verdient gewonnen. Unsere Stürmer haben in Verbindung mit den Mittelfeldspielern gut funktioniert“, sagt Lakoma.

Die Treffer für den VfL erzielten Kevin Bottenberg (21.), Farid Farid Damoch (60.) und Arlind Berisha (77./85.). Doch trotz des Erfolgs gab es nicht nur gute Nachrichten. In Issam El Bouazzati hat sich ein Akteur der Hörder schwerer verletzt. „Er ist im Zweikampf unglücklich gefallen und hat sich das Schlüsselbein gebrochen – ohne Verschulden des Gegners“, sagt Lakoma. El Bouazzati wird dem VfL daher erst einmal eine Weile fehlen.

Ansonsten jedoch ist Lakoma schon einverstanden mit seinen ersten Eindrücken, die er von seinen Jungs auf dem Trainingsplatz und im Spiel gewonnen hat. Die Qualität der Einzelspieler führe allerdings zu einem Problem, wie Lakoma sagt. Der Coach habe nämlich das Luxusproblem, seine erste Mannschaft zu finden. „Von 1 bis 18 kann jeder spielen. Da werden Kleinigkeiten entscheiden. Dast ist momentan unsere größte Sorge“, sagt Lakoma, der betont, dass der VfL – zumindest in seiner 15-jährigen Zeit in Hörde – noch nie über solch eine hohe Qualität im Kader verfügt habe.

Doch Qualität hin oder her: Das Wort Bezirksliga-Aufstieg soll in Hörde niemand in den Mund nehmen. Die Mannschaft habe sogar eine Regel eingeführt: „Wenn jemand über den Aufstieg in die Bezirksliga spricht, dann muss er 50 Euro in die Mannschaftskasse zahlen“, sagt Lakoma. Bislang habe sich seine Mannschaft mit Sprüchen noch zurückgehalten.

Doch bleibt der VfL weiter formstark und entwickelt sich so gut wie in der Vorsaison, dann stehen zumindest die Vorzeichen für eine erfolgreiche Saison wieder gut. Noch haben die Hörder jedoch eine lange Vorbereitung zu absolvieren, in der eine Menge passieren kann.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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