Reza Hassani ist nicht mehr Trainer bei Türkspor Dortmund. © Stephan Schuetze
Fußball-Landesliga

Trainerbeben bei Türkspor: Trainerteam wirft hin – eine Interimslösung steht fest

Türkspor Dortmund kommt nicht zur Ruhe. Das Trainerteam um seinen Coach Reza Hassani ist am Dienstagabend zurückgetreten. Für die Nachfolge hat der Verein nun erst einmal eine Interimslösung gefunden.

Trainerbeben bei Türkspor Dortmund: Der Fußball-Landesligist muss ab sofort ohne sein Trainerteam um Coach Reza Hassani auskommen. Es ist am Dienstagabend auf eigenen Wunsch zurückgetreten. Am selben Abend noch präsentierte Türkspor auch schon eine Interimslösung für das Traineramt. Der neue Coach ist in Dortmund bestens bekannt und ist erst kürzlich von seinem Ex-Verein gefeuert worden.

Die Nachricht schlägt im Dortmunder Amateurfußball ein wie eine Bombe. Reza Hassani betreut ab sofort nicht mehr seine Aufstiegsmannschaft von Türkspor Dortmund. Auch Kevin Großkreutz, der Hassani – so gut es sein Job beim KFC Uerdingen zugelassen hat – unterstützt hat, ist zurückgetreten.

Nachfolger des Duos wird zunächst einmal interimsmäßig Dimitrios Kalpakidis, der im August beim Westfalenligisten TuS Bövinghausen trotz einer starken Serie von 15 Siegen in 15 Pflichtspielen, gehen musste. Kalpakidis, den der Verein in dieser Woche eigentlich als neuen Sportlichen Leiter vorstellen wollte, übernimmt bei TSD nun erst einmal den Posten des Trainers und auch des Sportdirektors. „Es hat einfach nicht mehr gepasst. Deswegen haben wir als Team entschieden, aufzuhören“, sagte Hassani am Dienstagabend.

TSD-Trainerteam war ein Jahr im Amt

Das Duo war damit fast genau auf den Tag ein Jahr bei Türkspor Dortmund beschäftigt. Am 18. September 2019 übernahm es den Klub aus dem Dortmunder Norden, nachdem Bülent Kara (mittlerweile Trainer beim A-Ligisten SG Gahmen) gehen musste.

In Summe war es für das Trainerteam eine erfolgreiche Zeit bei Türkspor Dortmund. Das Duo führte den Klub in der wegen der Corona-Pandemie zuletzt abgebrochenen Saison auf den ersten Platz. Als Belohnung ging es für TSD in die Landesliga.

Zwei Spiele, nur ein Punkt

Dort hat der Verein mittlerweile zwei Spiele absolviert – der Knoten ist aber noch nicht so recht geplatzt. Beim Kirchhörder SC verlor Türkspor mit 0:1 zum Auftakt, gegen SW Wattenscheid gab es schlussendlich nur ein 3:3-Remis – zu wenig für die hohen Ansprüche des hochdekorierten Kaders.

Gökhan Aksoy, der neue Geschäftsführer von Türkspor Dortmund, zeigte sich am Dienstagabend geschockt von der Entscheidung des Duos: „Der Grund, warum die beiden aufgehört haben, war, weil wir Dimitrios Kalpakidis als Sportlichen Leiter installieren wollten. Damit waren sie nicht einverstanden. Wir fühlten uns überrumpelt“, sagt Aksoy, der gleichzeitig auch die Interimslösung bestätigte.

„Damit die Mannschaft normal trainieren kann, übernimmt Dimitrios vorerst das Traineramt. Wir haben Sonntag ein wichtiges Spiel. Danach schauen wir weiter“, so Aksoy. Dimitrios Kalpakidis war ebenfalls überrascht. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Beiden weitermachen. Es war letztlich ihre Entscheidung.“

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