Dürfen sich demnächst womöglich über einen neuen Trainer freuen: die Fans von Türkspor Dortmund, hier bei den Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften 2019/2020. © Oliver Schaper
Fußball-Landesliga

Trainersuche bei Türkspor Dortmund läuft weiter: Alles deutet auf diesen Coach hin

Türkspor Dortmund sucht immer noch nach einem Trainer für das Landesliga-Team. Die Anzeichen verdichten sich, wer dieser wohl bis zum Ende der Saison sein wird.

Im Herbst traten Reza Hassani und Kevin Großkreutz von ihrem Traineramt bei Türkspor Dortmund zurück. Dimitrios Kalpakidis, zuvor beim TuS Bövinghausen als Trainer nach 15 Siegen in 15 Spielen entlassen, wurde als Sportlicher Leiter geholt und musste dann als Interims-Trainer beim Landesligisten einspringen.

Mit der Unterbrechung der Saison fand sich der ambitionierte Klub auf Rang neun in der Liga wieder, ein ordentliches Stück weit entfernt von den Sphären, in denen sich der Verein sieht und für die das Spielermaterial taugt.

Keine einfache Zeit, um einen Trainer zu finden

Nun ist Pause bedingt durch die Corona-Pandemie und ein neuer Trainer wurde noch nicht vorgestellt. Daniel Sekic, ehemaliger Coach des Oberligisten ASC 09 Dortmund und ein renommierter Fachmann im Amateur-Bereich, musste Türkspor absagen. Die Zeit hätte es nicht zugelassen.

„Es ist aktuell nicht einfach einen guten Trainer zu finden“, muss Kalpakidis zugeben. Dabei kommen gerade viele Faktoren zusammen: die ungewisse Zukunft mit der Fortführung des Amateurfußballs während der Corona-Pandemie, viele Trainer wären noch an ihre Vereine gebunden oder stünden bei diesen im Wort. Gespräche gab es laut Kalpakidis bereits einige. Er steht im regelmäßigen Austausch mit dem Vorstand von Türkspor und vor allem mit Türkspor-Chef Akin Kara.

„Wir haben Gespräche geführt mit einigen Trainern, aber auch da muss es dann passen. Wenn es Differenzen bei den Vorstellungen gibt, kommt man einfach nicht zusammen“, so Kalpakidis.

Und so deutet alles darauf hin, dass Kalpakidis wohl selbst erst einmal als Interimstrainer weitermachen wird: „Es ist nicht die beste Lösung für alle. Ich habe klar gesagt, bevor ich hierhergekommen bin, dass ich als Sportlicher Leiter komme und nicht mit der Ambition Trainer zu sein.“

Kalpakidis als Erfolgsgarant?

Kalpakadis wäre dann bis zum Sommer Interimscoach und könnte im Anschluss an einen neuen Trainer abgeben, der in Ruhe in die neue Spielzeit starten kann. Je nachdem, wie die Saison weitergeht oder auch nicht, hätte der Klub so Planungssicherheit und könnte die Trainersuche in Ruhe fortfahren.

Hinzu kommt: In Kalpakidis hätte der Landesligist einen Erfolgsgaranten an der Seitenlinie. Mit dem TuS Bövinghausen verlor er im Liga-Betrieb kein einziges Spiel, stellte sein Können zuvor auch beim BSV Schüren und beim TuS Eving Lindenhorst unter Beweis. Wie man aus der Landesliga aufsteigt, weiß Kalpakidis daher nur zu gut.

Doch in Stein ist die Variante mit Kalpakidis als Interimstrainer bis zum Sommer noch nicht gemeißelt. „Wir werden weiter Gespräche führen und Ausschau halten“, kündigt er an.

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David Nicolas Döring

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