Mehr als zehn Trainer haben ihre Zusage für die kommende Spielzeit bei einem Dortmunder Klub gegeben. © Nico Ebmeier
Fußball

Trotz Corona hat ein Dortmunder Klub für Planungssicherheit gesorgt – mehr als zehn Trainer bleiben

Auch wenn die Corona-Pandemie persönliche Treffen aktuell schwierig macht, hat ein Dortmunder Klub für Planungssicherheit gesorgt. Alle Trainerbesetzungen zur neuen Saison sind geklärt.

Der Spiel- und Trainingsbetrieb für die Juniorenkicker ruht wegen der Pandemie mittlerweile seit Anfang Oktober. Wie es, wenn überhaupt, in dieser Saison für den Fußballnachwuchs auf den Kreis- und Verbandsebenen weitergeht, ist ungewiss.

Ungeachtet dessen sind bei der Junioren-Abteilung des TSC Eintracht Dortmund, weit über die Stadtgrenzen hinaus seit Jahren eine der ersten Adressen im westfälischen Raum, die Weichen für die Zukunft gestellt.

„Unabhängig der Situation um Corona haben wir, wie sonst auch üblich, im November und Dezember die Trainergespräche für die neue Saison geführt“, erläutert Eintrachts Sportlicher Juniorenleiter Stefan Goms die Vorgehensweise und freut sich über das Resultat der ersten Planungsphase: „Alle Trainer bleiben ligaunabhängig und rücken wie wir es anstreben, um zu große Fluktuationen zu vermeiden, mit dem Stamm ihrer aktuellen Teams hoch. Die Besetzungen ab der D1 aufwärts sind komplett.“

TSC Eintrachts Sportlicher Junioren-Leiter Stefan Goms wünscht sich die Rückkehr ins Training. © Ludewig © Ludewig

Die U19- und U17-Bundesliga außen vor, ist der TSC mit insgesamt 13 Teams dank herausragender Arbeit in allen Altersstufen fast ausnahmslos in den höchsten Spielklassen vertreten. Die Jahrgänge von den F- bis zu den A-Junioren sind doppelt besetzt. Hinzu gesellen sich die Minis.

Klassenerhalt unsicher

Für die drei TSC-Aushängeschilder in der A- und B-Junioren-Westfalenliga sowie der U15-Regionalliga West ist der Klassenerhalt für diese Saison allerdings noch nicht gesichert. Gesichert und geklärt indes ist die zukünftige Trainerbesetzung. Die A-Junioren werden Manuel Mühlenkamp und Michael Gabriel übernehmen. Sie stehen ohnehin schon in der Verantwortung, da Robin und Paul Lämmer ihr Amt nach missglücktem Saisonstart und der 1:2-Niederlage im Kellerduell gegen den DSC Wanne-Eickel am fünften Spieltag zur Verfügung gestellt hatten.

Das Duo Mühlenkamp/Gabriel wurde, für Goms naheliegend, von der U18 hoch beordert. In der vorhergegangenen Saison hatte es Eintrachts B-Junioren souverän zum Landesligatitel und zurück in das westfälische Oberhaus geführt.

Bei den B-Junioren werden Robin Baeck und Angelo Podeschewa zum neuen Spieljahr Janis Drüke, Lord Hoopmann und Christopher Rous, der dem Jahrgang jedoch als dritter Mann erhalten bleibt, ablösen. Goms selbst zieht sich erst einmal aus dem Trainergeschäft zurück, übergibt die Regionalliga-C-Junioren an Sercan Günoglu, Michael Haverkamp und Till Wrase.

Geduld und Treue

Das Feld für eine weitere erfolgreiche Zukunft beim TSC Eintracht ist bestellt. Irreparablen Flurschaden richtete Corona an der Flora bislang ohnehin nicht an. „Was von uns zu beeinflussen war, haben wir getan, nicht nur in den personellen Fragen. Über Videoplattformen wie Zoom wurden für alle Spieler Trainingsangebote erstellt, fanden die erforderlichen Trainerbesprechungen statt und wurden die Gespräche mit den Eltern geführt. Alle haben sich sehr geduldig gezeigt und uns die Treue gehalten. Es gab nur einen Vereinswechsel.“

Bleibt die leise Hoffnung bei allen Eintracht-Verantwortlichen, dass es in dieser Saison dann vielleicht doch noch einmal mit einem Re-Start klappt. Im Raum steht unter anderem das Szenario, für eine vertretbare Wertung zumindest eine Saisonhälfte und damit die von den Verbänden bei einem Abbruch angestrebten 50 Prozent der Partien als Minimum abzuwickeln. „Das könnte bis Ende Juni vielleicht möglich sein, in der zweiteiligen U15-Regionalliga mit der geplanten Meister- und Abstiegsrunde aber wohl eher nicht.

Eine Wertung dieser Saison scheint höchst fragwürdig. Wir werden es so nehmen, wie es kommt“, gibt sich Goms diesbezüglich relativ entspannt. Ein Wunsch liegt ihm aber schon am Herzen: „Es wäre für die Jungs ganz wichtig, wenn sie, so die Gegebenheiten es zulassen und egal unter welchen Vorschriften, bald wieder trainieren dürften.“

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Freier Mitarbeiter im Sport mit den Schwerpunkten Fußball und Handball.
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Klaus-Peter Ludewig

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