Türkspor-Boss Dr. Akin Kara ist über seinen Schatten gesprungen. © Verein
Fußball-Landesliga

Trotz einer klaren Ansage: Türkspor Dortmund springt über seinen Schatten

Die Trainersuche läuft weiter bei Türkspor Dortmund. Aber eine andere Personalia wurde in dieser Woche abgewickelt. Hier kam es ganz anders als angekündigt.

Bei Türkspor Dortmund läuft es einfach nicht. Der Klub hat sich schon zwei Trainer-Absagen eingefangen. Erst die von Daniel Sekic und dann die von Peter Wongrowitz. Auch gibt es noch keine offiziellen Vertragsverlängerungen mit den Spielern. Der Klub benötigt mal wieder positive Nachrichten.

Sportlich lassen die auf sich warten, aber menschlich setzt der Klub ein Ausrufezeichen. Lange hatte der Verein sich gesperrt, Stammspieler Serdar Bingöl für einen neuen Klub freizugeben. „Unser Präsident Dr. Akin Kara und ich haben beschlossen, keinen Topspieler im Winter für einen anderen Klub freizugeben“, hatte der Sportliche Leiter Dimitrios Kalpakidis unserer Redaktion mitgeteilt. Bingöl ordnete er in die Kategorie Topspieler ein.

Kein Verständnis für die Aussage

Bingöl hatte kein Verständnis für diese Aussage. Er hatte deutlich gemacht, dass er den Klub zwar möge, aber aufgrund von internen Problemen mit Mitspielern, nicht mehr für den Klub auflaufen zu können. Er hatte unserer Redaktion gesagt, dass das Amateurfußball sei und man niemandem sein Hobby verbauen solle. Einen neuen Klub hatte er auch schon parat, den Westfalenliga-Tabellenführer TuS Bövinghausen.

„Wir wollen Serdar auf jeden Fall“, sagte TuS-Präsident Ajan Dzaferoski. Er verstand Türkspors Verhalten nicht. „So handelt kein Gentleman“, hatte Dzaferoski gesagt. Er erklärte, dass er schon fünf Spieler an Türkspor abgegeben und er bei den Verhandlungen nie Probleme gemacht hätte.

Wende im Fall Bingöl

Jetzt gibt es aber eine Wende im Fall Bingöl. Der Spieler hatte sich jetzt noch einmal mit dem Türkspor-Präsidenten Dr. Akin Kara getroffen. Der hatte versucht Bingöl zu überreden, doch zu bleiben. Vergebens. Bingöl machte ihm klar, dass er das Türkspor-Trikot vorerst nicht mehr tragen werde. Kara und Bingöl einigten sich am Ende, dass der Spieler für eine angemessene Ablöse zu Bövinghausen gehen dürfe. „Am Montag werde ich die geforderte Ablöse überweisen“, sagte Dzaferoski.

Bingöl ist froh, dass es letztlich so gelaufen ist. „Ich bin Türkspor natürlich dankbar, dass sie über ihren Schatten gesprungen sind. Türkspor bleibt in meinem Herzen, und vielleicht trifft man sich ein zweites Mal“, sagte Bingöl.

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Thomas Schulzke

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