Bleibt Dimitrios Kalpakidis bei Türkspor? © Stephan Schuetze
Fußball

Türkspor Dortmund kämpft um einen Ex-Profi – der hat sich entschieden

Der Ball ruht aktuell. Niemand weiß, wie es weitergeht. Trotzdem dreht sich gerade in Dortmund viel um Personal. Türkspor Dortmund droht jetzt der Abgang eines Topspielers.

Der Sportliche Leiter und Interims-Trainer Dimitrios Kalpakidis möchte den Kader des Fußball-Landesligisten Türkspor Dortmund verkleinern. „Von zwei, drei Spielern wollen wir uns trennen. Die Gespräche stehen noch an“, sagt Kalpakidis. Jetzt möchte er erstmal ein Gespräch mit einem Akteur führen, der wechselwillig ist. Der Klub möchte ihn aber unbedingt halten.

„Ja, Serdar Bingöl denkt darüber nach, uns zu verlassen“, sagt Kalpakidis. Bevor er vor einem Jahr zu Türkspor wechselte, bestritt Bingöl acht Spiele für den türkischen Zweitligisten Adanaspor. Bingöl spielte für den BVB in der U17-, dann in der U19-Bundesliga. Später spielte er unter anderem für den FC Schalke 04 II in der Oberliga Westfalen und der Regionalliga West.

Wie soll sich Türkspor Dortmund im fall Serdar Bingöl (r.) verhalten? © Folty © Folty

Bingöl ist bei Türkspor in der Landesliga gesetzt, trotzdem denkt er über einen Wechsel nach. Den möchte Kalpakidis verhindern. „Unser Präsident Dr. Kara und ich wollen sich mit Serdar noch einmal zusammensetzen und ihn überreden zu bleiben“, sagt der Sportliche Leiter.

Kalpakidis hält den 25-Jährigen für einen wichtigen Spieler. Und Kalpakidis möchte keinen Akteur seines Formats abgeben. „Wie sollen wir denn im Winter adäquaten Ersatz finden?“

Der Spieler gibt gegenüber den Ruhr Nachrichten bekannt, dass er Türkspor Dortmund verlassen werde. Die Gründe möchte er nicht offenlegen. „Ich liebe unseren Präsidenten. Das ist ein ganz toller Mensch. Trotzdem werde ich gehen. Das habe ich sowohl dem Präsidenten als auch Dimi (Dimitrios Kalpakidis, Anm. d. Red.) schon gesagt.“

Seine Zukunft sieht er beim Westfalenliga-Tabellenführer TuS Bövinghausen. Mit dem Klub sei er sich einig. Jetzt müssen sich noch die Vereine einigen, denn im Winter ist die Ablöse frei verhandelbar. „Wenn es wirklich dazu kommt, dass Serdar zu Bövinghausen geht, dann müssen wir schauen, wie wir das regeln. Denn eigentlich will ich ihn gar nicht gehen lassen. Vielleicht gibt es ja ein Tauschgeschäft mit Bövinghausen“, sagt Kalpakidis.

Man darf also gespannt sein, wie die Verhandlungen zwischen den Konkurrenten Türkspor Dortmund und TuS Bövinghausen laufen werden.

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Thomas Schulzke

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