Türkspor Dortmund musste kurzfristig seine beiden Testspiele absagen. © Nils Foltynowicz
Fußball-Landesliga

Türkspor Dortmund sagt schon das zweite Testspiel ab – ein Gegner zeigt sich verwundert

Türkspor Dortmund hat kurz vor dem Start der neuen Saison seine letzten beiden Vorbereitungsspiele abgesagt. Ein Gegner zeigt sich verwundert, der TSD-Sportdirektor klärt auf.

Mit zwei Testspielgegnern hatte sich Türkspor Dortmund in dieser Woche verabredet. Doch sowohl die Partie gegen den Landesligisten SC Berchum/Garenfeld (Mittwoch, 26. August) als auch das Spiel beim Westfalenliga-Aufsteiger SV Wacker Obercastrop (30. August) sagte der Landesliga-Aufsteiger aus dem Dortmunder Norden ab. Ein Klub zeigte sich nach der Absage verwundert.

Steffen Golob, Co-Trainer und Sportlicher Leiter des SV Wacker, äußerte sich am Sonntagmittag auf Anfrage der Ruhr Nachrichten zur Türkspor-Absage: „Die hätten nicht genügend Spieler. Für einen Klub mit diesen Ambitionen ist das schon komisch“, sagt Golob.

Wacker musste umdisponieren und suchte sich kurzfristig einen neuen Gegner. Die Obercastroper haben quasi in einer Nacht-Und-Nebelaktion zwischen Freitag und Samstag mit dem SV Wanne 11 einen neuen Sparringspartner gefunden. Türkspor trainierte am Sonntag hingegen nur. Aber was genau ist bei den Dortmundern los?

Tim Eibold, Sportdirektor bei Türkspor, erklärte auf Anfrage der Ruhr Nachrichten, warum sein Klub gleich beide Testpartien abgesagt hat. „Wir haben etliche angeschlagene und verletzte Spieler. Wir wollen kein Risiko eingehen und packen die Jungs jetzt in Watte“, sagt Eibold eine Woche vor dem Saisonstart. Dabei nannte der Sportdirektor eine Vielzahl an angeschlagenen beziehungsweise verletzten Spielern.

Ömer Akman zum Beispiel ist nach seinem Bänderriss weiterhin kein Thema. Serdar Bingöl habe muskuläre Probleme, Iago Augusto De Carvalho sei nach seinem Kreuzbandriss noch nicht fit. Serkan Erdogan fehlen nach seine Schulter-Operation auch noch einige Prozent.

12 von 25 Spielern

Mit etwas kleineren Blessuren schlagen sich derzeit Maurice Temme, Kerim Acil, Hayrullah Alici, Alihan Kurgan, Nino Saka und Marcel Reichwein herum. Trainingsrückstand haben zudem Florian Juka und Aldin Kljajic. Von 25 Spielern – so groß ist der TSD-Kader – seien demnach zwölf Akteure nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. „Unsere Physiotherapeuten haben eine Menge Arbeit. Wir wollen lieber vorsichtig sein und warten ab“, sagt Eibold, der sich zu den Aussagen von Steffen Golob äußerte.

„Ich will mich gar nicht darauf einlassen. Wir als Verein haben unsere Ziele. Wenn die Ziele gefährdet sind, dann macht das keinen Sinn. Ich habe mich aber auch bei Wacker entschuldigt und kann verstehen, dass sie ein bisschen sauer darüber sind. Am Ende geht es aber um unsere Ziele.“

Die neue Saison startet am kommenden Sonntag, 6. September. Dann ist Türkspor im Derby beim Kirchhörder SC gefordert. Erstmals geht es für das hochdekorierte Landesliga-Team dann um etwas Zählbares. Eibold ist trotz der aktuellen Personalnot entspannt und bleibt optimistisch. „Natürlich ist die aktuelle Lage ärgerlich, aber das gehört zum Fußball dazu. Wir hoffen, dass so viele Spieler wie möglich zurückkehren und dass wir eine gute Trainingswoche spielen“, so Eibold abschließend.

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