Hat häufiger mal die Qual der Wahl: TSD-Trainer Sebastian Tyrala (l.). © Schaper
Fußball-Westfalenpokal

Türkspor Dortmund und sein Offensiv-Luxusproblem – wie lösen Sie das, Sebastian Tyrala?

Türkspor Dortmund marschiert bislang durch seine Liga und ist verdientermaßen Spitzenreiter - auch dank der Offensive. Jetzt geht es im Westfalenpokal weiter. Wen lässt der Trainer dieses Mal von der Leine?

Sebastian Tyrala geriet am vergangenen Sonntag – kurz nach dem vierten Saisonsieg bei der SG Welper – ein wenig ins Schwärmen. Mit 5:1 hatte Türkspor bei der SG gewonnen und wieder mal ein echt ansehnliches Spiel präsentiert. Allen voran im Offensivbereich läuft es schon sehr rund beim Landesliga-Tabellenführer, der gerne in die Westfalenliga aufsteigen möchte. Das bereitet Trainer Tyrala allerdings ein Luxusproblem, denn vorne und auch im Mittelfeld gibt es ein Überangebot an Spielern.

Es sind klangvolle Namen, die den Offensivpart in Tyralas 4-3-3-System besetzen und besetzen könnten. Marcel Reichwein, Florian, Juka, Kimaz Hamza, Santiliano Braja, Alihan Kurgan, Denis Donkor und Hayrullah Alici – sie alle würden gerne für Türkspor auf Torejagd gehen. Doch Tyrala muss vor jedem Spieltag die schwierige Frage beantworten, wen er dieses Mal aufs Feld schickt.

Zuletzt in Welper saßen der angeschlagene Reichwein, Kurgan, Donkor und Hamza auf der Bank. Auf dem Feld standen Alici, Juka und Braja. Das Trio machte seine Sache gut. Bis zum ersten Wechsel führte Türkspor schon mit 3:0, ehe die Bankspieler ins Spiel stießen und auch noch trafen. Die Frage ist nun, nach welchen Kriterien stellt Tyrala auf, denn: Die Qualität zum Stammspieler hat jeder der Akteure.

„Ich würde natürlich gerne mit fünf Stürmern spielen können, aber dafür haben wir auch zu gute Mittelfeldspieler“, sagt Tyrala und lacht. Zwei Dinge seien für eine Nominierung in die Startelf für den TSD-Coach aber entscheidend. „Die Trainings- und die Spielleistung. Es ist aber auch so, dass die Rotation mal zum Tragen kommen wird, weil die anderen Spieler natürlich auch auf ihre Einsätze warten“, sagt Tyrala.

Der Coach betont, dass die Kommunikation mit seinen Spielern extrem wichtig sei. „Wichtig ist, dass jeder sein Ego hinten anstellt. Es geht um das Team. Das klappt bis jetzt sehr gut“, so Tyrala.

Weiter geht es für Türkspor Dortmund bereits am Donnerstagabend – im Westfalenpokal. Der Landesliga-Spitzenreiter ist beim Bezirksliga-Zehnten SC Greven 09 zu Gast, bestreitet dort die zweite Runde im Westfalenpokal. Anstoß der Partie ist um 19.30 Uhr.

Das Luxusproblem erledigt sich für diese Partie fast schon von selbst, denn Santiliano Braja fehlt berufsbedingt und Reichwein ist weiterhin noch angeschlagen und wird wohl nur auf der Bank einen Platz finden. „Wir fahren nicht mit allen Mann hin. Auch Torwart Mo Acil ist nicht dabei, dafür steht Flemming Sandt im Tor“, sagt Tyrala, der zudem auf Yusuf Kilic und Nino Saka verzichten muss.

„Wir nehmen das Spiel aber nicht auf die leichte Schulter. Die Chance, die sich bietet, in der dritten Runde vielleicht ein Hammerlos zu bekommen, wollen wir uns nicht nehmen lassen. Das ist eine Riesenchance“, sagt Tyrala.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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