Türkspor-Coach Sebastian Tyrala gewinnt der aktuellen Gegentor-Flut etwas Positives ab. © Schaper
Fußball

Türkspor kassiert Tore am Fließband: Sebastian Tyrala findet das „nicht verkehrt“

Nach dem Triumph beim Hecker-Cup zeigte sich Türkspor Dortmund in seinen Testspielen alles andere als stabil. Trainer Sebastian Tyrala hat dafür eine Erklärung – und sieht darin sogar etwas Gutes.

Drei Mal hat Türkspor Dortmund seit dem Triumph beim Hecker-Cup bislang seine Form getestet. Insgesamt kassierte der Landesligist dabei elf Gegentore und verlor nur gegen Bezirksligist VfL Kemminghausen (3:3) nicht. Was ist los bei TSD?

Die drei Tore gegen Kemminghausen, dazu jeweils eine 3:4-Pleite gegen Westfalenligist Westfalia Wickede und Bezirksligist RW Westönnen: Seit dem Final-Sieg von Aplerbeck fuhr TSD keine Resultate mehr ein, die mit dem Anspruch des Klubs zusammenpassen.

Türkspor Dortmund kassiert reihenweise Treffer

Defensiv hat das Team von Trainer Sebastian Tyrala beim Hecker-Cup gleich mehrere deutlich stabilere Auftritte hingelegt. Doch woran liegt die aktuelle Defensivmisere?

„Wir sind damit natürlich nicht zufrieden“, sagt Tyrala. Laut ihm liegen die Gründe auf der Hand: Viele Wechsel, teilweise komplett verschiedene Konstellationen. Das führt natürlich zu Fehlern. Grundsätzliche Probleme oder Anfälligkeiten für bestimmte Fehler habe er aber nicht ausgemacht.

„Vom Hecker-Cup bis zu den Spielen jetzt haben wir nichts geändert. Ich bin der Letzte, der deshalb alles über den Haufen wirft“, sagt Tyrala.

Richtig gelten lassen wolle er die Ausrede von den vielen Wechseln und müden Spielern aber nicht. Tyrala ist trotz des Turniersieges nicht wirklich zufrieden mit der laufenden Vorbereitung.

Sebastian Tyrala ist nicht glücklich mit der Vorbereitung von Türkspor Dortmund

„Ich hätte schon gerne mehr Spieler beim Training gehabt“, sagt Tyrala. Aus verschiedensten Gründen habe es immer einige Ausfälle gegeben. „Die eigentliche Vorbereitung beginnt erst jetzt, so dass wir peu à peu was machen können im taktischen Bereich“, so der TSD-Trainer.

Dabei macht Tyrala seiner Mannschaft sogar ein Zugeständnis. Es sei völlig normal, dass man bei einem prestigeträchtigen Turnier wie beim Hecker-Cup oder in der Meisterschaft nochmal den letzten Schritt konsequenter mache als in einem Testspiel, so der ehemalige Profi. „Es ist etwas anderes“, so Tyrala.

Der 33-Jährige findet sogar, dass die leichte Euphoriebremse zur richtigen Zeit kommt, schließlich ließ Türkspor beim Hecker-Cup reihenweise höherklassige Mannschaften hinter sich. „Da ist es vielleicht gar nicht verkehrt, wenn man mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird“, sagt Tyrala.

Panik bricht bei TSD jedenfalls so oder so nicht aus. „Ich mache mir überhaupt gar keine Sorgen. Ich weiß, wie stark diese Mannschaft ist“, so der Trainer.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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