Für den Lüner SV, Sieger von 2016, ist die Entscheidung bitter. Insgesamt hat der Veranstalter aber richtig entschieden. © Stephan Schuetze
Fußball

Turnierausschluss der Lüner und Schwerter: Viele Klubs haben es nicht anders verdient

Der Fußballkreis Dortmund hat entschieden, Lüner und Schwerter Teams an der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft nicht teilnehmen zu lassen. Genau richtig, findet Redakteur Thomas Schulzke.

Die Lüner und Schwerter Vereine dürfen seit 2016 an der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Dortmund teilnehmen. Den Weg hat ihnen der Fußballkreis Dortmund geebnet, trotz des großen Aufruhrs bei den Dortmunder Klubs. Die meisten Vereine aus Dortmund haben die Lüner und Schwerter nie so richtig in ihren Kreis aufgenommen. Gefühlt sind es immer Gäste geblieben.

Für Vereine wie den Lüner SV ist es natürlich schade, nicht mehr dabei zu sein. Der LSV ist zu einer echten Hallen-Größe in Dortmund geworden. Der Verein hat bei der Premierenveranstaltung gleich den Titel gewonnen und die Dortmunder Veranstaltung über die der Lüner gestellt. Sportlich gehörte der Klub immer zu den Favoriten. Der LSV war immer heiß auf die Veranstaltung.

Das lässt sich aber nicht bei allen Teams aus Lünen und Schwerte so sagen. Einige startberechtigte Vereine haben zum Beispiel gar nicht von ihrem Startrecht Gebrauch gemacht. Andere haben nicht ihre besten Teams geschickt. Es kam das Gefühl auf, dass nicht alle wertgeschätzt haben, welche Aura die Veranstaltung umgibt.

Das zeigt auch deutlich das Videomeeting am Dienstagabend mit dem Fußballkreis und den Klubs aus Lünen und Schwerte. Der Kreis hatte eingeladen, um mit den elf Vereinen über die kommende Hallenfußball-Stadtmeisterschaft zu sprechen. Von den elf Vereinen haben sich aber nur sechs zugeschaltet, fünf blieben fern. Der VfL Schwerte, der VfB Westhofen, der Lüner SV, Preußen Lünen, der BV Lünen 05 und die SG Gahmen waren dabei. ETuS/DJK Schwerte, BW Alstedde, BV Brambauer, VfB Lünen 08 und der FC Brambauer fehlten.

Ein schlechtes Zeichen

Klar, die Entscheidung stand schon vorher fest, dass die Dortmunder bei der kommenden Veranstaltung unter sich bleiben, aber davon wussten die Vereine ja nichts. Und wenn dann fünf von elf Klubs gar nicht erst den Termin wahrnehmen, ist das auch ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Dortmunder Veranstaltung für die Ferngebliebenen hat.

Auch deshalb ist es richtig, dass die Verantwortlichen so gehandelt haben. Das war aber letztlich nicht der Grund. Grund war die Reduzierung der Teilnehmer von 72 auf 60 Mannschaften. Die Organisatoren wollten durch die mögliche Teilnahme der Schwerter und Lüner nicht den vielen Dortmunder Klubs vor den Kopf stoßen, die aufgrund der Lüner und Schwerter nicht hätten teilnehmen dürfen. Und soll man wirklich Lüner oder Schwerter Vereine denen aus Dortmund bei der Dortmunder Stadtmeisterschaft vorziehen, obwohl die sich noch nicht einmal die Zeit nehmen, um an einer Videokonferenz teilzunehmen?

Der Fußballkreis hat jetzt erstmal für die kommende 37. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft die Schwerter und Lüner ausgeladen. Das Desinteresse der Klubs müsste aber zur Folge haben, dass der Entschluss endgültig ist, auch wenn es vielleicht für den Lüner SV bitter wäre. Hier kann es aber keine Einzelfallentscheidung geben. Entweder stelle ich allen eine Einladung aus oder niemandem.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Lokalsport ist mehr als ein reines Ergebnis. Es ist ein Erlebnis.
Zur Autorenseite
Thomas Schulzke

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.