Ajan Dzaferoski (v.l.), Vorsitzender des TuS Bövinghausen, plante mit der SG Lütgendortmund, hier mit den beiden Jugendleitern Oliver Brinkmann und Sven Noll, eine Jugendspielgemeinschaft. © TuS Bövinghausen
Fußball

TuS Bövinghausen geht ohne Jugendteam in die Saison – Kreis verbietet Spielgemeinschaft

Nicht eine Jugendmannschaft hatte der TuS Bövinghausen in der Vorsaison im Meisterschaftsbetrieb. Jetzt sollten es gleich zehn sein. Aber daraus wird nichts.

Die Vereine TuS Bövinghausen und die SG Lütgendortmund hatten sich schon per Handschlag auf eine Jugendspielgemeinschaft geeinigt. Es gab ein gemeinsames Foto mit Bövinghausens Vorsitzendem Ajan Dzaferoski und den Verantwortlichen der SG Lütgendortmund. Unter anderem war SGL-Jugendleiter Oliver Brinkmann dabei. In der Hand hielten die Verantwortlichen Trikots der SGL und des TuS.

„Im Dortmunder Westen fehlt etwas im Jugendbereich. Das Einzugsgebiet ist aber groß und bringt etwas her. Wir wollen auch dem Dortmunder Süden den Kampf ansagen“, sagte Dzaferoski damals. Die Vereine schmiedeten also schon große Pläne. Der TuS Bövinghausen hatte zwar bisher keine Jugend, hat aber große finanzielle Mittel. Das zeigt der Durchmarsch bei den Senioren von der Kreisliga A in die Westfalenliga.

„In drei bis fünf Jahren wollen wir mit allen Jugendteams überkreislich spielen. Im ersten Jahr ist es unser Ziel, mit allen Teams in die höchsten Kreisklassen zu kommen“, sagte Brinkmann. SGL-Geschäftsführer Marc Görgens ging noch einen Schritt weiter: „Wir wollen im Jugendbereich eine Macht werden und den einen oder anderen Nadelstich in Richtung Süden setzen.“

Die beiden Vereine stellten im Anschluss beim Kreis den Antrag auf eine Jugendspielgemeinschaft zwischen dem TuS Bövinghausen und der SG Lütgendortmund. Doch aus der Spielgemeinschaft wird jetzt nichts. Der Fußballkreis stimmte der Partnerschaft nicht zu.

„Der Sinn einer Jugendspielgemeinschaft ist, dass wir aus zwei kranken Abteilungen eine gesunde machen“, erklärt Andreas Edelstein, der Vorsitzende des Kreisjugend-Ausschusses in Dortmund. Das bedeutet, dass allen Spielern die Chance ermöglicht werden soll, zu spielen, obwohl der eigenen Verein zu wenige Spieler hat.

Die SG Lütgendortmund hat eine gesunde Jugendabteilung

Es wäre auch möglich, dass eine „kranke Abteilung“ sich einer gesunden anschließt. um eine Spielgemeinschaft zu gründen. „Das war aber alles in diesem Fall nicht gegeben“, erklärt Edelstein. Die SG Lütgendortmund habe nämliche eine gesunde Jugendabteilung. Und TuS Bövinghausen gar keine.

Bövinghausen hat keinen angemeldeten Jugendspieler, der Teil einer Spielgemeinschaft hätte sein können. Letztlich würden nur die aktuellen Lütgendortmunder Spieler unter der Fahne beider Klubs auflaufen. Und das ist nicht der Sinn einer Spielgemeinschaft.

„Wir nehmen diese Entscheidung sportlich“, sagt Ajan Dzaferoski, „wir werden weiter versuchen, Jugendliche für uns zu gewinnen, damit wir dann in naher Zukunft eine Spielgemeinschaft mit der SGL eingehen können.“ Dzaferoski sei auch nicht enttäuscht. Die Zusammenarbeit mit dem Kreis sei immer transparent und fair abgelaufen.

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Thomas Schulzke

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