Ein U23-Spieler des BVB wechselt in die Eredivisie. © Bielefeld
Fußball-Regionalliga

U23-Spieler vom BVB wechselt zu einem Erstligisten

Bei Borussia Dortmunds U23 tut sich nicht nur einiges auf der Zugangsseite, den Verein verlassen auch viele Spieler. Nun hat ein Verteidiger den großen Sprung geschafft.

Ingo Preuß hatte bereits am Wochenende verkündet, zwei weitere Abwehrspieler hinzuholen zu wollen. Dortmunds U23-Manager sieht Handlungsbedarf im hintersten Zentralbereich. Seine Besatzung für diesen Bereich schrumpft derzeit nämlich immer mehr zusammen. Zwischenzeitlich hatte Preuß fünf Innenverteidiger im Kader versammelt, aktuell ist nur einer dienstfähig: Maximilian Hippe.

Henri Weigelt kam kürzlich von Alkmaar, ist verletzt; Youngster Julius Schell hat keine Perspektive, wird wohl gehen; Lars Bünning hat diesen Schritt längst vollzogen, ist zu Drittligist SV Meppen weitergezogen. Und Marco Rente wird jetzt ebenfalls die Farben wechseln. Der 23-Jährige läuft künftig für Heracles Almelo in der niederländischen Elite-Liga auf.

Rente war ein Eckpfeiler

Vor zwei Jahren kam dieser Innenverteidiger von der TuS Erndtebrück, fand sich einigermaßen schnell in Dortmund zurecht – und war vor allem im vergangenen Jahr einer der wichtigsten Eckpfeiler. Rente, ingesamt 46 Mal für den BVB II im Einsatz und in der vergangenen Bundesliga-Endphase vierfach im Dortmunder Profi-Kader, ist schnell auf den Beinen, kopfball- und zweikampfstark. Im Defensivverbund war er in der Regionalliga-Runde 19/20 die Konstante.

Rente, der in Dortmund noch einen Vertrag bis 2023 besaß und deshalb Ablöse bringen wird, trifft in Almelo auf Trainer Frank Wormuth. Der deutsche Coach ist seit 2018 in Amt und Würden, führte Almelo zuletzt auf Rang sieben und acht – und setzte dabei auch auf mehrere deutsche Spieler.

Torwart Janis Blaswich beispielsweise wurde bei Borussia Mönchengladbach ausgebildet. Er, der zwischenzeitlich bei Dynamo Dresden und Hansa Rostock die Nummer eins war, ist der große Rückhalt Almelos. Der bei Schalke 04 angelernte Lennard Czyborra spielte sich hingegen in Almelo ins Rampenlicht, kickt jetzt für Champions-League-Teilnehmer Atalanta Bergamo.

Davon ist Rente natürlich weit entfernt, wird sich zunächst einen Platz in Wormuths Elf erstreiten müssen. Bemerkenswert ist aber: Der Abwehrmann hat nie in einem Nachwuchsleistungszentrum gespielt – und es nun dennoch in die Erstklassigkeit geschafft. Preuß sah in ihm einen entwicklungsfähigen Abwehrmann und behielt recht. Die große Chance, die sich für Rente nun eröffnete, wollte Dortmunds Kaderplaner nicht verbauen.

„Wir wünschen Marco alles Gute und viel Glück in den Niederlanden. Es ehrt uns, dass mit Marco ein weiterer Spieler über die U23 seine Chance im Profifußball bekommt“, wird Preuß auf der Vereinshomepage zitiert.

Über den Autor
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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß

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