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Fußball

„Unerklärlich und unfair“ – Spieler versteht Aussage seines ehemaligen Trainers nicht

Zwei Spieler haben den VfR Sölde verlassen. Die Gründe für den Wechsel seien aber andere, als von seinem ehemaligen Trainer dargestellt, erzählt nun einer der beiden.

Eigentlich war es nur ein kleiner Bericht. Dass zwei Spieler den VfR Sölde in der Winterpause verlassen werden, schrieben die Ruhr Nachrichten am Montag. Doch einer der beiden Spieler meldet sich jetzt noch mal zu Wort, er versteht die Aussage seines ehemaligen Trainers nicht.

„Dennis hatte seiner Ansicht nach zu wenig Spielanteile. Außerdem haben wir eine unterschiedliche Auffassung vom Fußball“, hatte VfR-Trainer Marco Nagel den Ruhr Nachrichten den Wechsel erklärt. Das stimmt nicht, sagt nun der ehemalige Sölde-Spieler Dennis Uhle. Der Dortmunder war im Sommer 2019 zum Rosengarten gewechselt und hatte vorher in der Bezirksliga für VfL Schwerte gespielt.

Er sei nicht unzufrieden über seine Einsatzzeiten bei Sölde gewesen, sagt Uhle. „Der Wechsel hatte keine sportlichen Gründe.“ Auf die genauen Gründe wolle er aber nicht eingehen, sondern sich weiter an die Absprache mit dem Verein halten, sich nicht zu den Wechselgründen zu äußern.

„Unfair meiner Person gegenüber“

„Ich bin aber schon enttäuscht, dass da jetzt andere Gründe vorgeschoben werden, die nicht der Wahrheit entsprechen und wollte klarstellen, dass es nicht um den Fußball ging“, sagt Uhle, der bei Sölde im defensiven Mittelfeld oder in der Abwehr zum Einsatz kam. Aus diesem Grund habe er auch bei Facebook einen Kommentar unter dem Ruhr-Nachrichten-Artikel verfasst.

Dennis Uhle spielt nicht länger für den VfR Sölde. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

„Warum solche Dinge der Zeitung erzählt werden, ist mir unerklärlich und unfair meiner Person gegenüber“, schrieb Uhle. Ihm so nachträglich zu schaden, sei „leider sehr schwach und wirklich menschlich enttäuschend.“ Für seine Worte bekam der Spieler außergewöhnlich viel Zuspruch in Form von Likes.

Ihn habe das selbst auch überrascht, sagt der 25-Jährige. „Vielleicht liegt es daran, dass ich mich vernünftig dazu geäußert habe und nicht irgendetwas in die Tasten gehauen habe, sondern meinen Text mit kühlem Kopf geschrieben habe“, vermutet Dennis Uhle.

Wechsel zu RW Barop

Ihn zieht es wie seinen Mitspieler Salman Tilkidag nach Barop. Bei RW Barop kennt Uhle den Sportlichen Leiter Olaf Muschal und Co-Trainer Dominik Podubrinn noch aus Schwerter Zeiten. Außerdem habe ihn das Konzept überzeugt.

Den VfR Sölde verlässt Uhle aber auch ein bisschen wehmütig. „Ich hatte eigentlich eine wirklich gute Zeit hier. Es hat Spaß gemacht, mit den Jungs dort Fußball zu spielen.“ Sölde habe mit seiner Anlage Potenzial. Außerdem gebe es viele Menschen, die sich im Verein einbringen. „Ich war wirklich gerne dort. Schade, dass es so geendet ist“, sagt Uhle.

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Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
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Lukas Wittland

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