Tolga Porsuk ist Sportlicher Leiter beim SC Osmanlispor. © Uwe von Schirp
Fußball

Verhindern türkische Teigwaren den Angriff des SC Osmanlispor in der Kreisliga A?

Der Dortmunder A-Kreisligist SC Osmanlispor hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen und einen neuen Trainer verpflichtet. Möchte der Klub nun angreifen und den Aufstieg ins Visier nehmen?

Der SC Osmanlispor hat auf dem Transfermarkt so richtig zugeschlagen. Elf Spieler verstärken den A-Kreisligisten, darunter welche mit richtig Qualität wie Ahmet Cosgun, den Bruder von Eyüp Cosgun, der für den TuS Bövinghausen spielt. Mit Hüseyin Asan hat der Klub auch einen neuen Trainer. Tolga Porsuk, Sportlicher Leiter des Klubs, hat richtig viel Arbeit geleistet in den vergangenen Wochen. Habt Ihr Lust anzugreifen, Tolga Porsuk?

Große Reden schwingen möchte der Sportliche Leiter trotz der Qualität, die er verpflichtet hat, nicht. Dabei kommen Spieler wie Imad Khazzane (Lüner SV) oder Taner Güngör (SpVgg Erkenschwick), die von Westfalenligisten zum A-Kreisligisten wechseln. Oder Ahmet Cosgun, der in der Westfalenliga für den BSV Schüren spielte, davor die Schuhe für Türkspor Dortmund, Arminia Marten und Mengede 08/20 schnürte.

Dass er da Qualität geholt hat, streitet Porsuk deshalb auch gar nicht ab. „Wir haben viele erfahrene Kräfte dabei, die hoch gespielt haben, und Talente, die sich noch weiter entwickeln können.“ Unter die ersten fünf wolle man auch kommen. „Doch wir haben noch eine Menge zu tun“, merkt der Sportliche Leiter an.

Nach der langen Zeit ohne Fußball bräuchten viele Spieler Zeit, um wieder die Normalform zu erlangen. „Ich sage mal so: Wir haben ja viele türkische Spieler. Und die türkische Küche besteht zu 60 Prozent aus Teigwaren. Die sieht man, wenn die Jungs ihre Trikots ausziehen“, erklärt er lachend.

Die Stimmung beim SC Osmanlispor ist gelöst, nicht angespannt, wie es bei dem einen oder anderen selbst ernannten Favoriten auf den Aufstieg schon mal ist. Der Klub wolle sich in der Kreisliga A oben etablieren, ohne den Aufstieg aber als Muss-Ziel auszurufen. „Wir sind eine Überraschungsmannschaft“, erklärt der Sportliche Leiter.

Denn wenn alles gut laufe, könne man sich bei Osmanlispor schon vorstellen, im letzten Saisondrittel oben dabei zu sein. Wenn das aber nicht der Fall sein sollte – und Porsuks Favoriten auf die Meisterschaft (SG Gahmen, Dortmunder Löwen, VfL Kemminghausen II und die Sölder Vereine) stehen vor dem SCO – wäre das kein Beinbruch für Osmanlispor. Trotz der Verstärkungen.

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