Ein heimischer Fußball-Trainer könnte bald im syrischen Profifußball arbeiten. © Nico Ebmeier
Fußball

Verrücktes Angebot: Trainiert ein Dortmunder bald ein Team aus dem syrischen Profifußball?

Ein Dortmunder Fußball-Trainer soll ein Angebot eines syrischen Profiklubs erhalten haben. Schlägt er zu? Die Entscheidung hängt vor allem von einem Faktor ab.

Ein Dortmunder Coach könnte schon bald weit außerhalb seines aktuellen Umfeldes arbeiten. Ein heimischer Trainer soll ein Angebot eines syrischen Profiklubs erhalten haben. Kommt es zum spektakulären Wechsel?

Noch ist er beim FC Roj beschäftigt, doch schon bald könnte Bezirksliga-Coach Jan Ramadan eine wohl lebensverändernde Entscheidung treffen. Dem Trainer des FCR soll ein Angebot eines syrischen Profiklubs vorliegen – genauer gesagt vom Afrin Sport Club, der aus der Stadt Aleppo stammt. Die liegt im nördlichen Teil Syriens. Zuletzt ist Afrin sogar der Aufstieg in die erste syrische Liga gelungen, nachdem sich der Klub in den Aufstiegsrunde durchgesetzt hat, wie Jan Ramadan berichtet.

Und wie hat Ramadan nun den Kontakt zu Afrin aufgebaut? „Ich kenne einige Spieler, habe gute Beziehungen zum Verein. Jetzt habe ich eine Anfrage bekommen, ob ich die Mannschaft übernehmen möchte, weil der aktuelle Trainer aufhört“, berichtet Ramadan, der in den vergangenen Wochen mehrfach Kontakt zu den Spielern gehabt habe und sie im Aufstiegskampf gepusht habe.

Verlässt Jan Ramadan den FC Roj?
Verlässt Jan Ramadan den FC Roj? © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Die Entscheidung, ob er das neue Engagement antritt, sei aber noch nicht gefallen. Die Anfrage habe Ramadan noch offen gelassen. „Ich muss mit dem FC Roj sprechen, muss mit meiner Frau und mit meinem Sohn sprechen. Ich werde mir das Thema durch den Kopf gehen lassen, brauche aber drei Wochen Zeit. Falls alles klappt, werde ich aber hingehen“, sagt Ramadan.

Die syrische Erste Liga sei vergleichbar mit der Regionalliga in Deutschland. „Das wäre eine sehr gute Herausforderung für mich“, sagt Ramadan, der schon im Dezember vergangenen Jahres ein Angebot bekommen habe, dieses aber ob der Kurzfristigkeit ausgeschlagen habe.

Nun allerdings sehen die Vorzeichen anders aus. Der heimische Spielbetrieb ruht wegen der Corona-Pandemie auch weiterhin. Allerfrühestens im August findet in Westfalen wieder ein Meisterschaftsbetrieb statt. Ramadan, der mit dem FC Roj eigentlich hoch hinaus wollte, wird sich nun seine Gedanken machen. Er betont aber: „Ich habe mit Roj eine Abmachung, dass ich bleibe, außer wenn ich Angebote aus dem Ausland, aus der Junioren-Bundesliga, aus der Regionalliga oder von einem sehr guten Oberligisten bekomme“, so der Coach. Der FC muss sich also in Geduld üben.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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