Kapitel beendet: Ein Dortmunder Westfalenligist hat sich von einem seiner Spieler getrennt. © Nils Foltynowicz
Fußball

Vertrag aufgelöst: Ex-Oberliga-Kicker nicht gut genug für Dortmunder Westfalenligisten

Als der Spieler im letzten Jahr aus der Oberliga zum Dortmunder Klub wechselte, versprach man sich viel vom Neuzugang. Den Erwartungen wurde er allerdings nur selten gerecht - nun erfolgt die Vertragsauflösung.

Als der Transfer im Sommer 2019 feststand, war man beim Dortmunder Westfalenligisten davon überzeugt, einen richtig guten Spieler an Land gezogen zu haben. Nach anderthalb Jahren ist die enttäuschende Liaison allerdings schon wieder beendet: Der Vertrag des Offensivspielers ist aufgelöst worden.

„Er ist ein sehr schneller, wieselflinker Spieler.“ Das sagte Peter Seifert, Vorsitzender des BSV Schüren im Juni 2019. Gemeint war Leeroy Boatey, dessen Dienste sich der Westfalenligist kurz zuvor gesichert hatte. Boatey kam vom Oberligisten SC Düsseldorf-West – ein durchaus vielversprechender Neuzugang also.

Die Realität nach nun anderthalb Jahren Zusammenarbeit sieht aber gänzlich anders aus. Mehmet Aslan, Sportlicher Leiter des BSV, bringt es auf den Punkt: „Das, was wir uns vorgestellt haben, hat Leeroy leider nicht aufs Parkett gebracht. Das spiegelt sich auch in den Einsatzzeiten in dieser Saison wider.“

Nur 164 Einsatzminuten in dieser Saison

Und die fallen ziemlich mau aus: In den bisherigen sieben Saisonspielen stand Boatey nur zweimal von Beginn an auf dem Platz und kommt addiert auf überschaubare 164 Spielminuten. Schüren-Trainer Arthur Matlik setzte nur selten auf die Qualitäten des 24-Jährigen – und das trotz der sportlichen Misere des BSV, die aktuell mit vier Punkten auf einem Abstiegsplatz stehen.

Schon in der Saisonvorbereitung hatten die Verantwortlichen überlegt, ob die Zusammenarbeit mit Boatey fortgesetzt werden solle. „Er hat aber eine sehr gute Vorbereitung absolviert, deswegen haben wir uns für ein weiteres Jahr entschieden“, erklärt Aslan.

Nun aber hat Schürens Sportlicher Leiter sechs Monate später die Reißleine gezogen. Der Außenstürmer konnte auch in der gerade unterbrochenen Saison zu selten zeigen, warum er eine Hilfe für den BSV darstellt: „Wir haben uns von ihm vor allem mehr Durchschlagskraft in der Offensive erhofft.“

Von Verletzungen zurückgeworfen

Boatey wurde in seiner noch jungen Karriere immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, auch an der Schürener Straße blieb er davon nicht verschont: Mitten in der Vorbereitung auf die Saison 2019/20 kugelte er sich im Testspiel den Ellbogen aus und fehlte wochenlang.
„Danach kam er leider nie so richtig zurück“, erinnert sich Aslan. Auch in dieser Spielzeit fehlte Boatey wegen einer Zerrung, die ihn „zwei, drei Wochen zurückgeworfen hat“, wie Aslan berichtet. Er betont, dass ausschließlich sportliche Gründe zur Trennung von Boatey führten: „Menschlich kann man ihm nichts vorwerfen, auch im Training hat er immer alles gegeben.“

Boatey selbst wollte sich nicht zu der Vertragsauflösung äußern, bestätigte aber, dass er aktuell noch keinen neuen Verein habe. So bleibt ihm aktuell vermehrt Zeit für eine andere Beschäftigung: Denn Leeroy Boatey will mit seinem Youtube-Channel erfolgreich sein.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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