2019.05.12 Dortmund Fußball-Kreisliga B VfR Kirchlinde - Mengede 08/20 II Foto Schaper © Schaper
Fußball

Vertragsverlängerung: Ein großer Sympathieträger bleibt dem Dortmunder Fußball erhalten

Die Corona-Pause ist aktuell die zeit der Vertragsverlängerung. Jetzt hat ein Fußballer der Stadt sein Ja-Wort gegeben, der fast überall gern gesehen ist.

Er ist einer der großen Sympathieträger des Dortmunder Amateurfußballs. Ihm verzeihen sie auch in der Stadt der Schwarz-Gelben seine blau-weiße Vorliebe. Richtig schlägt sein Herz aber für einen hiesigen Verein, so wie ihm dort die Herzen entgegenfliegen.

Mengede 08/20 und Thomas Gerner – das ist wie eine Ehe. Sie lebten lange glücklich miteinander, dann ging einem Partner, dem Verein, das Geld aus. Der Verein zog vom Haus in eine engere Mietwohnung, es gab Missverständnisse. Gerner fand seinen Platz in einer anderen Familie, in Wickede. Da hielt es ihn nicht so lange, auch nicht in Sodingen. Und wo die Liebe nun mal hinfällt: Mengede und Thomas Gerner fanden sich wieder. Und sie geloben nun, wieder länger zusammenzuleben, und zwar wenigstens bis 2022.

Thomas Gerner bleibt Trainer bei Mengede 08/20. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Mittlerweile hat sich 08/20 in einer komfortableren Wohnung namens „Oberes Tabellendrittel der Bezirksliga“ eingerichtet. Der Aufstieg ist möglich, aber kein Muss. Und besonders keine Bedingung, Gerners weiteren Verbleib davon abhängig zu machen. Also verkündete Vereinsmanager Joachim Kerner am Dienstagabend, dass er und Gerner „per Handschlag“ den Vertrag bis ins übernächste Jahr verlängert hatten.

Denn Kerner und Gerner – das passt auch. „Da gibt es gar nicht viel zu sagen. Wir freuen uns, den erfreulichen Weg der vergangenen Monate fortzusetzen“, sagt Kerner und löst damit im besonders von Corona geplagten Klub (Mannschaft und Coach waren in Quarantäne) regelrechte Freudenstürme während dieses so an positiven Nachrichten armen Winters aus. „Alle mögen Thommy, er mag uns“, sagt Kerner. „Und auch über seine Arbeit berichten wir gerne nur Gutes.“

Eine Ehe ohne Worte

Gerner gab Dienstagabend kein Statement mehr ab. Der Abend im Kreise der Familie ist ihm heilig und sei ihm gegönnt. Wer ihn kennt, kann sich aber in etwa vorstellen, was er gesagt hätte: „Ich habe Bock auf Mengede“, wäre denkbar. Oder: „Ich bin den Menschen hier dankbar, wie nett sie mich auch jetzt wieder aufgenommen habe. Ich möchte es ihnen mit erfolgreichem Offensivfußball zurückzahlen.“

So ist es in einer Ehe: Manchmal benötigen die Partner gar keine Worte, sie wissen schon, was der andere denkt. Kerner aber versichert auch ohne gesprochene Worte des Coaches: „Sie werden jetzt noch öfter von uns hören, denn wir verkünden bald weitere personelle Neuigkeiten.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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