Fußball

Vom A-Junior direkt zur Stammkraft: Dortmunder Westfalenliga-Spieler ist selber überrascht

Acht Spiele, acht Startelf-Einsätze - so lautet die beeindruckende Bilanz eines Westfalenliga-Spielers, der in der vergangenen Saison noch A-Junior war. Der 20-Jährige ist selber überrascht.
Ein junger Fußballer aus der Westfalenliga ist selber überrascht über seinen Sprung von den A-Junioren zur Stammkraft bei den Senioren. © picture alliance / Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der Sprung aus dem Junioren- in den Seniorenbereich ist für viele junge Fußballspieler ein großer Schritt. Das schnelle Tempo und die hohe körperliche Intensität benötigen oft eine gewisse Eingewöhnungszeit. Ein junger Westfalenliga-Spieler hat in dieser Saison den Sprung aber scheinbar mit Leichtigkeit gemeistert – und in allen acht Ligaspielen für seinen Klub in der Startelf gestanden.

Über die eigene Entwicklung überrascht

Über seine rapide Entwicklung zur unangefochtenen Stammkraft ist Nils Bachmann vom FC Brünninghausen selber überrascht. Auch für ihn sei der Wechsel in den Seniorenberiech „ein großer und schwieriger Schritt“ gewesen, sagt der 20-Jährige im Interview auf der Vereinshomepage des FCB mit Bezug auf das Tempo und die körperliche Intensität. Deshalb ist über seine Entwicklung selber überrascht: „Ich hab mich erstaunlicherweise schnell daran gewöhnt, was sicherlich dazu beigetragen hat, dass ich bislang so viele Spiele absolviert habe.“

Auch der bisherige Saisonverlauf, der FC Brünninghausen steht mit 17 Zählern auf Rang 3 der Westfalenliga 2, sei trotz eines gewissen personellen Umbruchs unerwartet gut verlaufen, so Bachmann weiter: „Man wusste ja nicht wie der Plan aufgehen würde, auf so viele junge Spieler zu setzen. Aber mit der Zeit haben wir uns immer mehr und besser eingespielt und wir kamen in einen Flow. Auch für mich persönlich lief es bislang ganz gut, womit ich niemals gerechnet hätte. Und ich bin sehr dankbar für dieses Vertrauen!“

Es gibt noch Luft nach oben

Seine Stärken sieht der junge Mittelfeldspieler im eigenen Spielverständnis, seiner Technik und dem Passspiel. „Woran ich auf jeden Fall noch arbeiten muss, ist mein Schuss. Und auch körperlich kann ich noch ein bisschen zulegen“, sieht Bachmann, der bei seiner Eingewöhnung besondere Hilfe von Marcel „Sterni“ Großkreutz und Leon Broda erhalten habe, aber noch Luft nach oben.

Die Fußball-freie Zeit während der Corona-Pause falle ihm derweil schwer. „Man vermisst den Fußball schon extrem, vor allem jetzt, wo es so gut lief und es mit der Mannschaft Bock macht. Aber auch das Treffen im Vereinsheim nach manchen Trainings war immer lustig.“ Vor allem, wenn „der ein oder andere zu tief ins Cola-Glas geguckt“ habe, sagt Bachmann mit einem Augenzwinkern.

Jugendliche Zurückhaltung

Nur bei einer Sache hält sich der 20-Jährige mannschaftsintern noch bewusst zurück. „Beim Thema Schocken halte ich mich noch raus, da bin ich noch nicht so lange dabei. Es können sich Leon Broda, Patrick Trawinski und Dominik Deppe drum streiten, wer der Bessere ist.“ Wobei Deppe schon ein „sehr souveräner Spieler“ sei.

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