Lukas Homann von Westfalia Wickede fehlt seinem Team wohl noch ein paar Wochen. © Nils Foltynowicz
Fußball

Vom Pech verfolgt: Westfalia Wickedes Lukas Homann verletzt sich zweimal im gleichen Spiel

Das Finale des Sommerturniers beim SV Brackel ist nichts für Lukas Homann, einen anderen Schluss lässt die Bewertung nach den Finalspielen 2020 und 2021 wohl nicht zu. Zweimal lief er auf, zweimal verletzte er sich.

Es war ein spektakuläres Finale des Sommervorbereitungsturniers beim SV Brackel im vergangenen Jahr. Mit 6:4 setzte sich Westfalia Wickede gegen den Kirchhörder SC durch – verlor aber mit Lukas Homann einen der wichtigsten Spieler. Er kugelte sich die Schulter aus und verpasste weite Strecken der annullierten Saison 2020/21. Das Finale des diesjährigen Kronen-Kreidekarre-Cups musste ihm wie ein Flashback vorgekommen sein.

Denn erneut stand Wickede im Finale. Diesmal gewann der Westfalenligist mit 3:2 gegen den Ligakonkurrenten BSV Schüren. Wieder musste Homann verletzt ausgewechselt werden – wieder fehlt er viele Wochen. Ob er denn in den kommendes Jahr noch einmal beim Brackeler Turnier mitspielen werde?

„Die erneute Verletzung da im Finale ist ärgerlich. Aber ich bin nicht abergläubisch, mache mir nicht in die Hose. Deswegen werde ich auch nächstes Jahr wieder mitspielen“, sagt er. Während im vergangenen Jahr die Schulter betroffen war, war es in diesem Jahr die Hand. Homann hat sich einen knöchernen Bandausriss im Handgelenk zugezogen. Einen was?

„Im Handgelenk ist ein Stück vom Handwurzelknochen abgebrochen, wo auch ein Band dranhing“, erklärt er. Eine schmerzhafte Verletzung, die ihm eine Ausfallzeit von gut sechs Wochen bescherte. Drei sind davon schon um. Bald, so hofft er, könne er wieder ins Training einsteigen. Vielleicht geht es sogar ein bisschen früher, mit einer Spezialschiene eventuell. „Das wird man aber erst nach den nächsten Röntgenbildern sehen“, so Homann.

Besonders schmerzhaft ist die Verletzung, da sie an seiner starken Hand passierte. Ob es Kochen, Zähneputzen oder am Anfang Autofahren war: Das alles bereitet ihm Probleme.

Probleme, die Homann und Westfalia Wickede auch in den vergangenen Jahren hatten – da aber nicht verletzungsbedingt, sondern sportlicher Natur. „Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass es ohne die Saisonabbrüche schwierig geworden wäre, die Klasse zu halten“, sagt er. Deshalb könne das Ziel für die kommende Saison nur der Klassenerhalt in der Westfalenliga sein.

Der Sieg gegen Türkspor Dortmund am vergangenen Sonntag (4:3 nach 0:3-Rückstand) habe aber gezeigt, dass die Moral in der Mannschaft intakt ist. „Auch im Training machen wir einen guten Eindruck“, sagt er. Das stimme ihn positiv. Jetzt gehe es für ihn darum, so schnell wie möglich wieder fit zu werden, um seinem Team helfen zu können.

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