Der SV Westrich hat sein Trainerteam erweitert und befindet sich bereits in der Vorbereitung. © Stephan Schuetze
Fußball

Was ist eigentlich aus den Hallen-Königen aus Dortmund geworden?

Sie spielten sich in die Herzen der Fans der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, avancierten zum Favoriten-Schreck. Was machen eigentlich die "Hallen-Könige" aus dem Dortmunder Westen?

Fast ein Jahr ist es jetzt her, als der B-Kreisligist aus dem Dortmunder Westen zum Schrecken der Favoriten bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft wurde und nach einer viel beachteten Vorstellung erst im Viertelfinale scheiterte. “Eigentlich”, so Trainer Tobias Ahland, “wollten wir das in diesem Jahr wiederholen. Aber dann kam ja Corona dazwischen und die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft konnte nicht stattfinden. Leider, muss ich betonen.” Aufschoben ist nicht aufgehoben. Zwar ist bis es bis den nächsten Titelkämpfen in der Halle noch eine Weile hin, doch Ahland “verspürt schon jetzt die Vorfreude.”

Doch zunächst gilt die Konzentration der ganz normalen Liga-Saison. Doch was ist schon normal. Der Spielbetrieb wurde nach acht Begegnungen ausgesetzt, wann es weitergeht, weiß zur Zeit niemand. “Wir hatten uns als Ziel gesetzt, den Schwung aus der Halle mit auf den Platz zu nehmen. Das ist uns auch gelungen”, zog Ahland ein positives Fazit. Und auch das zweite Ziel, der Aufstieg in die Kreisliga A, ist noch zum Greifen nah. Nach acht Spieltagen stehen die Westricher auf Rang zwei. Sieben Siege und ein Remis hat die Ahland-Truppe eingefahren. Nur Spitzenreiter Urania Lütgendortmund mit acht Siegen ist noch einen Tick erfolgreicher.

Erfolg in der Halle löst Ruck im Verein aus

Doch der Erfolg in der Halle hat noch mehr ausgelöst. “Es ist ein Ruck durch den Verein gegangen. Als B-Ligist haben wir unglaublich an Popularität gewonnen, was allerdings auch einem gut strukturiertem Verein wie dem SV Westrich gerecht wird”, unterstrich Ahland, der mit Beginn der Saison 2018/19 auf der Trainerbank des SV Westrich sitzt. Nach einer langwierigen Knieverletzung hatte er seine aktive Laufbahn beenden müssen. “Mein Knie hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bin Westrich dafür dankbar, dass man mir diese Chance gegeben hat, als Trainer zu arbeiten”, so der 35-Jährige.

Der Hype in der Halle, als die Westricher Fans nicht nur zahlenmäßig enorm gut vertreten waren, sondern sich zudem auch reichlich Sympathiepunkte erwarben, ist also keine Eintages-Fliege. Nach dem Hallen-Spektakel äußerte sich Andreas Edelstein, der stellvertretende Kreis-Vorsitzende, lobend über die Westricher. “Das zeigt”, so Ahland, “man beschäftigt sich in Dortmund mit dem SV Westrich. Jeder kann jetzt was mit Westrich anfangen.”

Nur ein Punkt hinter Spitzenreiter Urania Lütgendortmund

Doch zunächst sind auch die Westricher wie alle anderen Amateur-Fußballer zur Zwangspause verdammt. “Im ersten Lockdown hatten wir noch Kontakt, jetzt beschränken wir uns auf den Austausch bei WhatsApp”, erklärte Ahland, der keine Prognose wagen wollte, wann die Meisterschaftsrunde wieder starten könnte.

Wenn es aber soweit ist, dann will der Westricher Trainer, der 19 Jahre lang für BW Huckarde, TuS Rahm und schließlich für Westfalia Huckarde aktiv war, die Chance auf den Aufstieg nutzen: “Wir sind in Schlagdistanz zu Urania Lütgendortmund. Außerdem haben wir den direkten Vergleich noch nicht gespielt. Noch haben wir eine große Chance auf den Titel.”

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Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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