FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders geht davon aus, dass alle Fußballkreise den Plan, die Saison fortzusetzen, durchziehen. © imago images/Noah Wedel
Fußball

Was passiert, wenn der Schiedsrichter nicht geimpft ist? FLVW klärt auf und macht Vorschlag

Die Amateurfußball-Saison im Seniorenbereich wird fortgesetzt. Dabei wird das 2G-Konzept angewendet. Doch was passiert, wenn ein Schiedsrichter die Regelung nicht erfüllt?

Der Fußball-und-Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat im Zuge der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW beschlossen, die aktuelle Spielzeit im Amateurfußball unter der 2G-Regelung fortzuführen – das gilt zumindest für den gesamten Seniorenbereich. Noch gibt es aber offene Fragen.

Beschluss, Saison fortzusetzen, war „einvernehmlich“

Der Beschluss, die Saison fortzusetzen, sei „einvernehmlich“ unter den Kreisvorsitzenden gefallen. Das bestätigt auch FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders: „Niemand hat gesagt, wir müssen jetzt in die Winterpause“.

Und doch hört man aus dem Fußballkreis Recklinghausen schon Gegenteiliges. Dort hätten sich laut Kreischef Hans-Otto Matthey schon vier Vereine gemeldet, die derzeit nicht weiterspielen wollten.

Für Schnieders ist das kein Grund zur Sorge. „Wir haben vereinbart, dass alle den Plan umsetzen und ich gehe davon aus, dass alle diesen Plan durchziehen“, sagt er. Und dieser Plan sieht vor: Weiterspielen! Und das unter 2G-Bedingungen, die für Zuschauer, Trainer, Verantwortliche und Spieler gilt. Und auch für die Schiedsrichter.

Aber was passiert, wenn der Schiedsrichter den Nachweis nicht erfüllen kann? „Wenn er es vor Ort nicht zeigen kann, kann er nicht pfeifen“, stellt Schnieders klar. Ob das Spiel dann nicht gespielt werden könnte, steht noch nicht fest.

Genaueres werde aber am Mittwochabend noch auf einer Sitzung besprochen, in der es unter anderem um die Situation der Schiedsrichter gehen soll. Eine mögliche Lösung für den Fall, dass ein Schiedsrichter gar nicht erst kommt, hat Schnieders auch schon im Hinterkopf: „Wir könnten eine Art Notdienst einrichten“, erklärt er.

FLVW: „Notdienst“ für Schiedsrichter eine „absolute Ausnahme“

Das bedeutet, dass pfeiffähige Schiedsrichter im Notfall kurzfristig zu den Spielen gerufen werden sollten. Dabei handele es sich aber um eine „absolute Ausnahme“, wie Schnieders betont. Dass es aufgrund des 2G-Konzepts zu einer Vielzahl von Schiedsrichter-Ausfällen kommen könnte, glaubt er indes nicht: „Die Signale, die wir bisher bekommen haben, weisen darauf hin, dass viele Schiedsrichter geimpft sind“. Das wäre schon einmal eine Herausforderung weniger.

Vereine, die aufgrund von zu wenigen (unter 2G) verfügbaren Spielern drei Saisonspiele nicht bestreiten können, werden allerdings vom Spielbetrieb ausgeschlossen. „Diese Regelung gilt“, sagt Schnieders, „und es gibt auch keine Ausnahmeregelung“. Dennoch glaubt er, dass die Vereine „es nicht drauf ankommen“ lassen werden. Erstmal könne man ohnehin aus der zweiten Mannschaft auffüllen.

Letztlich dürfte aber nur eine Impfung die Lösung sein, um noch weiter Teil der jeweiligen Liga bleiben zu können. „Wenn sie für den Fußball arbeiten, wird es nicht passieren“, glaubt Schnieders und meint damit den Ausschluss vom Spielbetrieb. Es warten jedenfalls spannende Zeiten auf den Amateurfußball.

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