Egzon Jusufi (l.) verlässt den Lüner SV und damit den Torwarttrainer Manfred Tapken (M.) und Michel Josch. © Janning
Amateurfußball

Wechsel-Wirrwarr beendet: Jetzt ist klar zu welchem Klub Egzon Jusufi geht

Zu Beginn der Woche meldete der FC Roj Vollzug im Jusufi-Transfer. Allein: Der Torwart des Lüner SV wusste von nichts. Nun steht fest, wo der 20-Jährige in Zukunft auflaufen wird.

Da staunte Egzon Jusufi nicht schlecht: Am vergangenen Montag prangte die Schlagzeile im Internet-Auftritt dieser Redaktion, dass er vom Westfalenligisten Lüner SV zum FC Roj wechselt – das hatte der Dortmunder Bezirksligist bestätigt. Weder der Torwart selbst noch Lünens Trainer Christian Hampel oder der stellvertretende Vorsitzende Peter Marx wussten Bescheid, schließlich hatte Jusufi mit einer Reihe von Vereinen gesprochen.

Doch was sich anfangs der Woche angedeutet hatte, ist nun offiziell. „Ja, ich habe meinen Vertrag beim FC Roj unterschrieben“, bestätigte Egzon Jusufi. Warum dann dieses Wechsel-Wirrwarr?

Ganz einfach: „Ich wollte nichts vermelden, bevor nicht alles in trockenen Tüchern ist“, erklärt der 20-Jährige, und das war es am Montag eben noch nicht. Denn endgültig entschieden hatte sich der Torhüter zu dem Zeitpunkt noch nicht, obwohl er Roj klar favorisiert hatte.

Jusufi wechselt also vom Westfalenligisten Lüner SV in die Bezirksliga zum FC Roj. Ein Abstieg? Für den Torhüter auf keinen Fall: „Der FC Roj ist ein sehr ambitionierter Verein, das habe ich in den Gesprächen mit dem Trainer und der Sportlichen Leitung gemerkt. Das Projekt gefällt mir richtig gut.“ In der Bezirksliga ist Roj mit drei Zählern Rückstand auf Nordkirchen Zweiter, hat aber ein Spiel weniger absolviert.

In Lünen hat Jusufi kaum gespielt, musste sich hinter Michel Josch mit der Rolle des Back-ups anfreunden – zu wenig für den Torwart, denn der will so viel spielen wie möglich.

Bezirksliga soll nur eine Zwischenstation sein

Aber auch beim FC Roj wird es nicht leicht, sich durchzusetzen. Mit Stammkeeper Sasan Mahmud, Routinier Benjamin Fischer und Reber Urtekin hat Jusufi gleich drei Konkurrenten im Kampf um die Nummer 1.

Das Torwart-Talent glaubt aber an seine Chance: „Am Ende entscheidet natürlich der Trainer, wen er aufstellen wird, aber ich bin überzeugt davon, dass ich der Mannschaft sehr weiterhelfen würde.“ Im Idealfall ist die Bezirksliga auch nicht mehr als eine Zwischenstation – denn der Nordstadtklub hat viel vor.

„Mittel- oder langfristig will ich auf jeden Fall wieder höher spielen, das können wir mit Roj schaffen“, sagt Jusufi, der sich in den Gesprächen mit der Sportlichen Leitung um Nadget Magid und Trainer Jan Ramadan beeindruckt zeigte: „Das ist schon sehr professionell, wie hier gearbeitet wird.“

Ein weiterer Punkt, der bei der Vereinswahl für Roj sprach: „Ich bin ein Nordstadt-Junge, ich kenne viele der Jungs, mit denen habe ich früher schon auf dem Bolzplatz gestanden. Hier herrscht eine ganz familiäre Atmosphäre“, schwärmt Jusufi. Der 20-Jährige ist froh, dass seine Zukunft geklärt ist und er beim FC Roj einen Neuanfang starten kann.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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