Ahmet Cosgun spielte zuletzt für die SG Gahmen, wechselt nun zum Ligakonkurrenten SC Osmanlispor. © Patrick Schröer
Fußball

Wer Sie verpflichtet, Ahmet Cosgun, will doch bestimmt hoch hinaus, oder?

Der Bruder von Eyüp Cosgun, der für den TuS Bövinghausen spielt, wechselt nach einem Jahr Pause zum SC Osmanlispor. Bevor er seine Zusage gab, hatte er einige Forderungen an den Verein.

Sein Bruder Eyüp spielt für den ambitionierten Westfalenligisten TuS Bövinghausen. Er selber war viele Jahre im überkreislichen Fußball für Mengede 08/20, Arminia Maarten, Türkspor Dortmund und den BSV Schüren aktiv. Zuletzt spielte er für die SG Gahmen und wollte sich eigentlich dem TuS Rahm anschließen. Doch nun wechselt er zum SC Osmanlispor. Warum, Ahmet Cosgun?

Der Abwehrspieler bringt reichlich Qualität in den Kader des A-Kreisligisten. Wenn sich so ein Spieler einem unterklassigeren Team anschließt, kann das doch nur bedeuten, dass der Klub hochhinauswill, oder?

Ahmet Cosgun will die Erwartungen an sein Engagement beim A-Kreisligisten Dämpfen. Ähnlich wie Tolga Porsuk, Sportlicher Leiter des Vereins, denkt er, dass noch viel Arbeit auf die Mannschaft wartet. „Ich habe von vorne rein gesagt, dass wir die Vorbereitung nutzen müssen“, sagt der 34-Jährige. Gerade im Fitnessbereich und der Taktik müsse das Team viel tun, um konkurrenzfähig zu werden.

Nach zehn Spieltagen könne man dann gucken, wo man steht. „Dann sehen wir, wohin es geht.“ Es wäre schön, erklärt Cosgun, wäre das Team dann oben dabei. Aber direkt aufsteigen? Dafür gebe es in der Liga mit der SG Gahmen oder den Dortmunder Löwen zu viele Favoriten.

Aber warum schließt sich Ahmet Cosgun dann dem SCO an, wenn es nicht die sportliche Perspektive war, die ihn zum Wechsel bewog? „Letztes Jahr im Sommer wollte ich nicht weiterspielen, da ich ahnte, dass ein paar Monate später ein weiterer Lockdown kommt. Da wollte ich den Sommer genießen.“ Im Urlaub rief auf einmal ein Dortmunder, den er nicht kannte, seinen Namen.

Es war Kadir Güvenates, der nun ebenfalls zu Osmanlispor wechselt. Die beiden Spieler kamen ins Gespräch und Güvenates stellte die Verbindung zu Osmanlispor her. Doch bevor sich der erfahrene Abwehrrecke für den Wechsel entschied, mussten weitere Parameter erfüllt sein.

„Osmanlispor hat ein schwieriges Image. Ich wollte mir erst ein eigenes Bild machen vom Verein, bevor ich dorthin wechsele. Das Umfeld ist mir einfach wichtig.“ Also sprach Cosgun mit Leuten aus dem Vorstand, mit den Spielern und vielen weiteren. Was er hörte, gefiel ihm.

„Die Jungs vom Vorstand dort haben alle Lust, etwas aufzubauen. Die sind alle noch recht jung und begegnen einem auf Augenhöhe. Die Kommunikation ist gut. Auch das Bild von der Mannschaft passte. Mir ist nur wichtig, dass ich keine Disziplinlosigkeiten wünsche.“

Erstes Ziel sei deshalb auch nicht das Sportliche, sondern das erste Ziel ist, „das Image des Vereins zu verbessern“, erklärt Cosgun. Und was dann sportlich passiert? „Wird man sehen.“

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