Marcel Ramsey (r.) ist beim FC Roj eine feste Stütze. Der Mittelfeldspieler hat seinen Vertrag beim Bezirksligisten auch verlängert. © Verein
Fußball-Bezirksliga

Zwei Abgänge und Trainer-Unruhe beim FC Roj: Wie geht es mit dem Klub weiter, Marcel Ramsey?

Marcel Ramsey gehört seit Sommer 2020 dem FC Roj an und ist seither eine feste Stütze im Kader des Bezirksligisten. Zuletzt gab es Ungewissheit um den Verbleib von Trainer Jan Ramadan. Das sagt Ramsey dazu.

Der FC Roj zählte in der abgelaufenen Saison in der Bezirksliga 9 zu den Top-Favoriten auf den Landesliga-Aufstieg. Einer der Führungskräfte im Roj-Spiel war Neuzugang Marcel Ramsey. Die Spielzeit ist aufgrund der Corona-Pandemie jedoch annulliert worden – ein Rückschlag für den FCR. Zuletzt hat sich zudem Roj-Trainer Jan Ramadan öffentlich mit einem Abgang beschäftigt.

Er wollte in den syrischen Profifußball wechseln, entschied sich wegen Sicherheitsbedenken aber nun doch dagegen. Nun verlassen zwei Spieler den FC. Wie kommen all diese Entwicklungen in der Mannschaft an? Wir haben beim Ramsey nachgefragt.

„Dass es immer wieder Fluktuation gibt, ist normal. Und vor allem bei dem Projekt, was der FC Roj hat, befinden wir uns noch in der Selektion – auch was die eigene Mannschaft angeht. Die Mannschaft verändert sich, aber das Projekt bleibt dasselbe“, sagt Ramsey, der seinen eigenen Vertrag beim FC verlängert hat. „Ich fühle mich bekanntlich sehr wohl beim FC Roj und habe daher auch schon frühzeitig meine Zusage für nächste Saison gegeben.“

Imad Chokri und Hamza Nassiri verlassen Roj

Verlassen haben den Klub hingegen Imad Chokri und Hamza Nassiri. Wohin es für das Duo geht, ist unklar. Das teilte FCR-Coach Jan Ramadan mit. Auch der Roj-Trainer kokettierte zuletzt mit einem Abgang vom Bezirksligisten, wollte in den Profifußball nach Syrien wechseln.

Wegen Sicherheitsbedenken schließt er diese Option nun nach reiflicher Überlegung aber doch aus, bleibt zumindest vorerst beim FC Roj, sofern kein Angebot eines Regionalligisten oder eines Junioren-Bundesligisten eintrudelt.

Doch was sagt die Mannschaft dazu? Kommt diese Ungewissheit dem Klub, der doch eigentlich so viel vorhat und oben angreifen will, entgegen? „Wir als Mannschaft und der Verein können sehr froh sein, ihn als Trainer zu haben. Ich kann verstehen, dass ein Trainer seiner Klasse seine Qualitäten auch in höheren Ligen unter Beweis stellen möchte. Aber bis es möglicherweise irgendwann so weit sein sollte, hat er beim FC Roj ein sehr gutes Gerüst aufgebaut, welches auch bei einem möglichen Abgang von ihm weiterhin Bestand hätte“, erzählt Ramsey, der in der neuen Saison wieder ganz oben angreifen möchte.

Dass die Konkurrenz mit Klubs wie unter anderem Mengede 08/20, RW Germania, VfL Kemminghausen oder dem FC Nordkirchen gewaltig sein wird, will Ramsey ausblenden. „Wir konzentrieren uns komplett auf uns. Wir hatten in der letzten Saison schon Zeit, die Denkweise des Trainers zu verinnerlichen und können da weitermachen, wo wir aufgehört haben“, sagt Ramsey

In dieser Woche werde der FC Roj die Vorbereitung aufnehmen – mit Ramadan und natürlich auch mit Marcel Ramsey. „Wir sind froh, dass wir die fußballfreie Zeit beenden können“, so der Mittelfeldspieler.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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