Der Ball ruht - der Trainingsbetrieb ist schon seit längerem ausgesetzt. © Jens Lukas
Zweite Frauenbundesliga

Zweitliga-Saison soll fortgesetzt werden: Der SV Berghofen bekommt aber keinen Platz

Der Liga-Betrieb für Frauenfußball-Zweitligist SV Berghofen könnte bald fortgesetzt werden. Doch der Verein darf nicht auf den Trainingsplatz. Bleibt das so? Die Stadt Dortmund antwortet.

Der SV Berghofen hat ein Problem. Einerseits gibt es die gute Nachricht, dass die Fußballzweitliga-Saison der Frauen alsbald fortgesetzt werden könnte. Zumindest strickt der Deutsche Fußball-Bund am Restart, das wurde Ende Januar bei einer virtuellen Tagung offenbar – und würde normalerweise für strahlende Gesichter sorgen. Andererseits hat der Dortmunder Verein keine Möglichkeit, das Training aufzunehmen. Es ist ihm untersagt.

Berghofen hofft auf Ausnahmegenehmigung

„Sämtliche Vereine aus der Nord- und der Südgruppe der zweiten Liga haben bereits wieder mit dem Trainingsbetrieb begonnen. Lediglich Arminia Bielefeld und uns ist der Trainingsbetrieb untersagt worden. Das ist für uns ein klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung“, sagt Berghofens Sportlicher Leiter Stephan Gebling. Doch es schaut nicht so aus, als würde diese Tirade irgendetwas ändern. Dem Klub fehlt eine Ausnahmegenehmigung.

Auf die Nachfrage bei der Stadt Dortmund, ob der Beschluss feststehe, hieß es am Dienstag (2. Februar): „Laut Coronaschutzverordnung ist eine Ausnahme für Profisportler*innen möglich. Per Definition sind dies Sportler*innen, die den wesentlichen Teil ihres Lebensunterhalts über den Sport finanzieren. Nach Bestätigung durch den Vorsitzenden des SV Berghof trifft das auf die Spielerinnen des Vereins nicht zu, trotz der Ligazugehörigkeit. Insofern ist keine Ausnahmegenehmigung möglich.“

Stadt Dortmund erteilt klare Absage

Dem SV Berhofen bleibt demnach nur die Option, abzuwarten, bis die Coronaschutzverordnung umgeschrieben wird bzw. ihre Gültigkeit verliert. „Sollten andere Teams der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen tatsächlich trainieren dürfen und sollte es sich dabei ebenfalls um Amateursportlerinnen handeln, müsste dieser Umstand durch den austragenden Sportverband überprüft und gegebenenfalls gerechte Wettbewerbsbedingungen für alle Teams hergestellt werden“, antwortete eine Sprecherin der Stadt.

Dass der DFB ein Hygienekonzept entworfen habe, wie Berghofens Gebling berichtet, „das sehr stark an dem Konzept der Profis angelehnt ist“, scheint die Chancen für den Dortmunder Zweitligisten nicht ansatzweise zu verbessern. „Nach der für die Stadt Dortmund aktuell gültigen und bindenden Coronaschutzverordnung des Landes NRW ist ein Trainingsbetrieb von Amateurteams wie dem Frauen-Team des SV Berghofen unter keinen Umständen zulässig“, schrieb die Stadt Dortmund dieser Redaktion.

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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß

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