Der junge Fuchs musste erschossen werden. © Jörg Bauerfeld
Wildtiere in Dortmund

An welcher Krankheit litt das erschossene Tier? Toter Fuchs auf dem Obduktionstisch

Mitten in einer Dortmunder Wohnsiedlung musste ein Jäger einen jungen Fuchs erschießen. Das Wildtier war todkrank. Jetzt kümmert sich ein Wildforschungsinstitut um den Sachverhalt.

Es waren herzzerreißende Szenen, die sich am Dienstag (24.11.) im Kleiberweg in Berghofen abspielten. Ein junger Fuchs, der von Krämpfen geschüttelt und völlig apathisch auf der Straße lag, bis ihn der Jäger Harald Giese erlöste.

Auch in den sozialen Netzwerken nahmen viele User Anteil an dem Tod des Wildtieres.

Die erste Vermutung des erfahrenen Jägers war, dass es sich wohl um Staupe handelte. Eine Krankheit, die bei Wildtieren immer tödlich endet. Hunde und Katzen können dagegen geimpft werden und sollten es nach Meinung von Gießen auch.

„Wer sein Tier liebt, der sollte die 30 Euro für eine Impfung übrig haben“, so der Jäger. Denn ist das Tier einmal erkrankt, gibt es keine Rettung mehr. Aber hatte der junge Fuchs wirklich Staupe? „Alles deutet darauf hin“, sagt Giese.

Sicher sei es aber nicht und so wird der junge Fuchs auf einem Obduktionstisch landen. In Arnsberg, beim Wildforschungsinstitut. Um herauszufinden, an welcher Krankheit das Tier denn nun am Ende litt.

Aber warum tauchen immer mehr Füchse in bewohnten Gegenden auf? Sie würden vom Menschen angefüttert, so der Jäger. Beispielsweise durch Essensreste auf einem Komposthaufen. Davon würden sich Mäuse ernähren und die Füchse wiederum von den Mäusen.

Bitte kein Futter nach draußen stellen

Und dann gibt es da noch das Katzenfutter. „Ich kann nur alle Menschen bitten, auch wenn sie es gut meinen, kein Futter nach draußen zu stellen“, sagt Giese. Auch das würde Füchse anlocken.

Und noch eine Bitte hat Harald Giese. Niemals ein krank erscheinendes Wildtier anfassen. Es könnte gefährliche Krankheiten übertragen – auch auf den Menschen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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