Einfahrt zum Recyclinghofe, Radfahrstreifen und abbiegenden Autos. Hier müsste eine neue Planung her. © Jörg Bauerfeld
Alte Autobahntrasse

Bauen auf einer alten Autobahntrasse – wie geht’s weiter an der Dü-Bo-Do?

Dass das kleine Gewerbegebiet im Dortmunder Süden einmal als Autobahn gedacht war, daran kann sich kaum mehr jemand erinnern. Jetzt soll es überplant werden, doch es gibt Probleme.

Auf der einen Seite der Riesestraße zahlreiche Firmen und Betriebe, auf der anderen die Freiwillige Feuerwehr und dazu noch jede Menge Freifläche. Im Westen dann Segen und Fluch zugleich: Der EDG-Recyclinghof.

Hier würde man in Aplerbeck gerne etwas ändern. Nein, nicht dass er verschwinden soll. Da haben sich die kommunalen Politiker festgelegt. Der Hof muss bleiben. Aber er liegt etwas bescheiden. Zumindest, was die Ein- und Ausfahrt angeht. Die führt nämlich von und auf die stark befahrene Wittbräucker Straße. Und was noch verhängnisvoller ist: Man muss zunächst einen Radweg überqueren.

Radweg soll zeitnah sichtbarer gemacht werden

Staut sich der Verkehr vor dem Recyclinghof, ist der Weg für die Radfahrer zumeist zugestellt. Jetzt soll zeitnah zumindest eine optische Verbesserung bewirken, dass Radfahrer gefahrlos durch den Bereich vor dem EDG-Hof kommen. Rote Farbe ist das Zaubermittel, dass die Radwege leichter als solche erkennbar macht.

Zahlreiche Gewerbebetriebe gibt es an der Riesestraße. Aber auch noch viel Freiraum. Aber ist hier eine Überplanung möglich? © Jöerg Bauerfeld © Jöerg Bauerfeld

Ein entsprechender Antrag ist von der Bezirksvertretung an die Stadt Dortmund gegangen. Aber eigentlich bastelt man in Aplerbeck an einer anderen Zufahrt. Und hier kommen wieder die Grundstücke der ehemaligen Dü-Bo-Do-Trasse ins Spiel.

Alte Flächen der ehemaligen Dü-Bo-Do

Vor allem die im Bereich nördlich der Benediktinerstraße. 2016 sind dort zwei der älteren Häuser, die eher Baracken glichen, abgerissen worden. Seit dem tut sich nichts mehr auf den Grundstücken, die die Bezirksvertretung gerne umplanen würde. Zum Beispiel mit einer Verlegung des Recyclinghofes.

Aber in Aplerbeck geht nun die Sorge um, dass daraus nichts wird. Denn die meisten freien Grundstücke zwischen der Riesestraße und der Benediktinerstraße scheinen Privatgrundstücke zu sein. Und die können bebaut werden, wenn es der Eigentümer möchte, so eine Antwort der Stadt Dortmund.

Private Bauanfragen könnten positiv beantwortet werden

Es werde bereits jetzt darauf hingewiesen, dass die Bauaufsicht Anträge positiv zu bescheiden hat, wenn dem geplanten Vorhaben keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen würden, so die Stadt Dortmund.

Wie es mit einer möglichen Verlegung der Recyclingstation oder zumindest einer anderen Zu- und Abfahrt weitergeht, steht in den Sternen. Zumindest soll eine Überplanung des ehemaligen Dü-Bo-Do-Geländes stattfinden.

Der Bereich des Gewerbegebietes Riesestraße ist als Handlungsraum Bestandteil des neuen Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzeptes (InSekt) Aplerbeck 2030+, war von der Stadt zu erfahren.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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