Um eine Vollsperrung zu umfahren, nutzen zahlreiche Autofahrer eine Anliegerstraße – und das führt zu Ärger. © Jörg Bauerfeld
Verkehrschaos

Baustelle sorgt für Verkehrschaos: Hupkonzert und Beschimpfungen

Wenn eine wichtige Verbindungsstraße aufgrund einer Baustelle gesperrt wird, müssen zumeist die Anlieger die Sache ausbaden. Wie derzeit im Dortmunder Süden – und es hagelt Beschimpfungen.

Der Ärger für die Anlieger im Bereich der Schwerter Straße im Dortmunder Süden begann Anfang der Woche. Am Montag (10.5.) wurde eine der Hauptverbindungsstraßen voll gesperrt. Der Grund ist eine defekte Gasleitung. Eine Sperrung, die also durchaus ihre Berechtigung hatte, nur war aufgrund der Lage der Sperrung das Verkehrschaos praktisch vorprogrammiert.

Die Baustelle befindet sich im Bereich der Fuldastraße, dort geht es auf der Wittbräucker Straße nicht weiter. Alle Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Höchsten oder Schwerte in Richtung Aplerbeck möchten, stehen irgendwann vor einem Sackgassen-Schild.

Autofahrer suchen sich die Anliegerstraßen zum Umfahren

Was dann kommt, kann sich wohl jeder ausmalen. Da Aplerbeck aus Richtung Süden nicht mehr über die Hauptzufahrt zu erreichen ist, sucht sich der findige Autofahrer seine Wege eben selbst. Irgendwie wie Wasser, das ja auch immer einen Weg findet. In diesem Fall geht es eben durch Wohn- und Anliegerstraßen.

Die Hauptausweichroute aus Richtung Süden ist hier die Schwerter Straße. Eigentlich eine Anliegerstraße, die durch ein Wohngebiet führt, in dem der Parkdruck ohnehin schon hoch ist. Jetzt schiebt sich an den zu beiden Seiten der Fahrbahn parkenden Autos noch ein ganzer Wust von „fremden“ Autos durch die engen Gassen.

Extreme Situation zu den Stoßzeiten

Anlieger sind hier die wenigsten, die neuerdings in die Schwerter Straße einbiegen. „Das führt teils zu chaotischen Situationen, Hupkonzerten und gegenseitigen Beschimpfungen – besonders extrem natürlich morgens und nachmittags im Berufsverkehr“, sagt Norbert Kranenburg.

Ob von Norden oder von Süden: An der Fuldastraße ist die Wittbräucker Straße voll gesperrt. Das sorgt für Schleichverkehre.
Ob von Norden oder von Süden: An der Fuldastraße ist die Wittbräucker Straße voll gesperrt. Das sorgt für Schleichverkehre. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Er ist Anwohner und beobachtet das Hauen und Stechen vor seiner Haustür. „Die Leute machen sich schon Sorgen um ihre Kinder“, sagt Norbert Kranenburg. Das war der Stand am Dienstag (11.5.). Also gerade einmal einen Tag nach der Vollsperrung. Und die soll noch mindestens bis zum 26. Mai dauern – also noch zwei Wochen.

Das gleiche Spielchen gibt es im Übrigen auch, wenn die Autofahrer aus Richtung Aplerbeck kommen. Auch da geht es durch Wohnstraßen bis zur Schwerter Straße, um im Bereich der Fuldastraße wieder die Anliegerstraßen zu nutzen, um die Baustelle an der Wittbräucker Straße zu umfahren. Die DSW 21 möchte nun zumindest noch einmal Mitarbeiter hinausschicken, die überprüfen sollen, ob eine entsprechende Umleitung ausgeschildert ist.

Aus Richtung Süden kommend ist auf jeden Fall nichts zu sehen. Eine Tatsache, die auch Anwohner Norbert Kranenburg bemängelt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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