Hicran Demirci (v.l., Schülervertretung), Klaus Krutmann (Schulleiter) und Stepahnie Fischer (Lehrerrat) haben den Preis entgegengenommen. An der Entwicklung des Berufskollegs zu einer gesunden Schule war das ganze Kollegium der Schule beteiligt. © Alexandra Wachelau
Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg

Berufskolleg gewinnt Schulentwicklungspreis: „Wir wurden unter die Lupe genommen“

Das Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg hat erneut den Schulentwicklungspreis der Unfallkasse NRW gewonnen. Dabei hat die Schule eine lange Entwicklung durchgemacht, wie der Schulleiter verrät.

Klaus Krutmann ist sichtlich stolz auf den Preis, den das Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg gewonnen hat. Dabei ist es inzwischen das dritte Mal, dass der Schulleiter den Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ in den Händen hält.

Zuletzt hat die Schule den Preis 2013 und 2016 gewonnen. Dieser wird von der Unfallkasse NRW vergeben und bewertet die Sicherheit und Gesundheit an Schulen.

Schulgemeinschaft ist wichtig

„Wir wurden ziemlich unter die Lupe genommen“, sagt Krutmann. Im Schulprogramm des Hörder Berufskollegs werden unter anderem Bäcker, Konditoren, Fleischer und Restaurantfachkräfte ausgebildet – unter Realbedingungen, in betriebsähnlichen Arbeitsplätzen.

In den Schulküchen und -bäckereien sei dabei in der Vergangenheit „nicht alles optimal“ gelaufen, wie der Schulleiter sagt. Das habe sich in den vergangenen Jahren radikal geändert: Inzwischen habe die Schule den höchsten Hygiene- und Sicherheits-Standard, der vom Gesundheitsamt verzeichnet wird.

„Das ist uns auch sehr wichtig, dass wir das den Schülern mitgeben. Wenn sie es hier nicht lernen, wo dann?“ Dabei sind Sicherheitsgedanken nicht nur in Alltag einer Betriebsküche anzuwenden, wie der Schulleiter betont.

„Für mich bedeutet Sicherheit auch, dass einem zugehört wird, dass jeder ernst genommen wird und dass man sich aufgehoben fühlt.“ Die Bildung einer Schulgemeinschaft sei dabei der Kerngedanke des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs – unabhängig von jeglichem Wettbewerbsgedanken.

Gesundheit auch als gemeinschaftlicher Zusammenhalt

Das Berufskolleg hat zum Beispiel einen Tag dem Lehrer-Kollegium gewidmet: Bei dem so genannten „Gesundheitstag“ wurden beispielsweise Entspannungsübungen vermittelt, außerdem hat das Kollegium inzwischen einen eigenen Ruheraum.

Auch die Schüler setzten sich einen Tag lang mit dem Thema Gesundheit auseinander – allerdings in Form eines Wettbewerbs. „Das machen wir alle drei Jahre, damit jeder Schüler mitmachen kann“, sagt der Schulleiter. Die Schüler können dabei ihr eigenes gesundes Projekt entwickeln und sich gegenseitig bewerten.

Das Benefizkonzert, das außerdem veranstaltet wurde, sei „das beste, was ich in meiner Schullaufbahn erlebt habe“, schwärmt der Schulleiter. Schüler und Lehrer haben bis in die späten Abendstunden musiziert und getanzt. Dabei kamen rund 3000 Euro für wohltätige Zwecke zusammen. Die Schüler seien bei solchen Projekten immer „Feuer und Flamme“, wie Klaus Krutmann sagt.

Das alles geschah 2019 – vor Corona. „In diesem Jahr wären das alles nicht möglich gewesen“, sagt Krutmann. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro soll unter anderem für die Digitalisierungsprozesse des Kollegs ausgegeben werden.

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