Über den Baumwipfeln (im Hintergrund links), über die Emil-Figge-Straße hinweg, ist das grüne Logo der TU zu sehen. © Britta Linnhoff
Rodungen laufen

Brachfläche wird Unigelände: TU baut gegen massive Raumnot an

Auch wenn gerade nicht so viele Studierende vor Ort sind: Die Dortmunder Uni platzt aus allen Nähten. Deshalb wird bald ordentlich gebaut. Die Vorbereitungen für den Neubau haben begonnen.

In diesen Pandemie-Zeiten ist es ziemlich leer an und in der TU Dortmund. Platz gibt es daher derzeit genug.

Aber eigentlich fehlt es der Uni an Raum und zwar massiv. Deswegen wird bald gebaut. Die Vorbereitungen für den Neubau an der Ecke Vogelpothsweg/Emil-Figge-Straße haben begonnen. Die auffälligen Rodungen der zugewachsenen Fläche hatten in den vergangenen Tagen bereits für Aufregung gesorgt. Die Sorge galt dem Grün, das „einfach so“ abgeholzt werde.

Auf dem derzeit wegen Corona so ruhigen Uni-Gelände fällt der Lärm der großen Maschinen umso mehr auf. Doch Mensch und Maschine müssen sich beeilen, weik diese Arbeiten bis Ende Februar aus Vogelschutzgründen beendet sein müssen.

Das Grundstück links an der Ecke Vogelpothsweg/Emil-Figge-Straße wird derzeit gerodet und demnächst bebaut.
Das Grundstück links an der Ecke Vogelpothsweg/Emil-Figge-Straße wird derzeit gerodet und demnächst bebaut. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Die Technische Hochschule platzt derzeit aus allen Nähten. Der Neubau an der Ecke Emil-Figge-Straße/Vogelpothsweg wird das Problem zwar nicht lösen, aber ein bisschen lindern: Der Neubau soll zusätzliche Büroflächen, einen großen Hörsaal sowie Seminar- und Übungsräume beherbergen.

Mensch und Maschine haben schon viel Arbeit geleistet.
Mensch und Maschine haben schon viel Arbeit geleistet. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

TU baut mit eigenen Mitteln

Rund 65 Millionen Euro kostet der geplante Neubau auf dem Unigelände. „Wir machen das aus eigenen Mitteln“, berichtet Martin Rothenberg aus dem Referat Hochschulkommunikation der TU Dortmund. Das sei „durchaus ungewöhnlich“. Der Handlungsdruck sei eben groß.

Im Frühjahr und im Sommer wird zunächst wieder Ruhe einkehren auf dem Gelände neben der dortigen Kita. Rothenberg rechnet mit der Grundsteinlegung erst im Herbst 2021. Dass nun im Februar schon gerodet wird, hänge ausschließlich mit dem Vogelschutz zusammen. Rund zwei Jahre werde es dauern, bis der sechsgeschossige Neubau fertig sei, so Rothenberg.

So soll das neue Gebäude aussehen, das unter anderem Büroflächen, einen großen Hörsaal sowie Seminar- und Übungsräume beherbergen soll.
So soll das neue Gebäude aussehen, das unter anderem Büroflächen, einen großen Hörsaal sowie Seminar- und Übungsräume beherbergen soll. © Animation TU Dortmund © Animation TU Dortmund

Die Vorfreude überwiegt

Die Vorfreude auf die neuen Räumlichkeiten ist groß, auch wenn er nicht die Lösung aller Probleme bedeutet. Darauf kann die Universität wohl erst in einigen Jahren hoffen, dann, wenn die Fachhochschule voraussichtlich einen neuen Standort an der Rheinischen Straße gefunden hat. Dann würden die FH-Gebäude in Eichlinghofen auf dem Campus frei und stünden der TU zur Verfügung.

Ähnlich hatte sich bereits vor einiger Zeit Uni-Rektor Beyer in geäußert und berichtet, dass in Büros, in denen eigentlich nicht mehr als zwei Leute sitzen sollten, vier oder fünf Mitarbeiter untergebracht sind, weil es einfach nicht anders gehe. Die Universität, so wie sie jetzt sei, sei damals nun einmal für eine deutlich kleinere Zahl an Studierenden ausgelegt gewesen.

Inzwischen benötigt die TU für ihre Studierenden und Mitarbeiter deutlich mehr Raum – und der wird nun nach und nach auf dem Campus entstehen.

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