Die Polizei hat den Brandort abgesperrt. Es wird wegen Brandstiftung ermittelt. © Jörg Bauerfeld
Feuer in Dortmund

Brandstifter schlagen im Dortmunder Süden erneut zu – die Polizei ermittelt

Mitten in der Nacht loderten die Flammen meterhoch in den Himmel. Feuerwehr und Polizei waren zum Glück schnell vor Ort. In einer Kleingartenanlage im Dortmunder Süden wütete ein Feuer.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Feuerwehr zur Kleingartenanlage an der Gevelsbergstraße anrücken musste. Am Mittwoch (9.12.) gegen 21 Uhr war es mal wieder so weit. Teile einer Gartenlaube im Eingangsbereich der Anlage Im Marsbruch standen in Flammen.

Noch weiß niemand genau, wie das Feuer entstanden ist. Die Kriminalpolizei, die am Abend noch vor Ort war, vermutet aber Brandstiftung und sperrte den Brandort mit Flatterband ab.

Zum Glück ist das Feuer nicht auf die Laube übergesprungen, die Feuerwehr war schnell zur Stelle.
Zum Glück ist das Feuer nicht auf die Laube übergesprungen, die Feuerwehr war schnell zur Stelle. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

In Brand standen ein Vorzelt und ein großer Holzstapel neben zwei Lauben. Zudem wurden Werkzeuge und ein stählerner Schrank zerstört.

Es ist bereits das dritte größere Feuer in der Gartenanlage in Schüren innerhalb der letzten drei Monate. Erst wurde im September 2020 ein großes Festzelt angezündet. Im Oktober brannte dann ein Treibhaus nieder und nun Teile einer Gartenlaube.

Bisher hatten die Gartenfreunde immer Glück im Unglück. Die Feuer wurden rechtzeitig von Bürgern entdeckt und die Feuerwehr war immer schnell zur Stelle und löschte die Brände.

Öffentlicher Weg führt durch die Anlage

Carsten Broch, Vorsitzender des Gartenvereins Im Marsbruch, ist dennoch frustriert – und das ist noch gelinde gesagt. Wie kann man die Anlage schützen? Das Problem, das die Kleingartenanlage hat, ist der öffentliche Fußweg, der quer durch die Anlage verläuft.

Der Eingang zu der „Brandlaube“: Von der Vorderseite ist kaum etwas zu sehen.
Der Eingang zu der „Brandlaube“: Von der Vorderseite ist kaum etwas zu sehen. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Von der Gevelsbergstraße in Schüren in Richtung Rodenberg-Center und Ortskern in Aplerbeck. Entsprechend hoch frequentiert ist der Weg zumindest tagsüber. In der Dunkelheit fällt die soziale Kontrolle in der Anlage weg. Doch begehbar bleibt die Anlage rund um die Uhr, 24 Stunden lang.

Das scheinen immer wieder die Täter zu nutzen, um Feuer zu legen. „Wir dürfen die Zugänge zur Anlage abends nicht absperren, weil der öffentliche Weg dort verläuft. Es ist aber auch die Frage, ob sich die Täter von einem geschlossenen Tor abhalten lassen“, so der Vorsitzende des Gartenvereins Im Marsbruch.

Auch Kameras würden, so die Polizei, nicht den notwendigen Erfolg bringen, da die Aufnahmen nicht immer verwendet werden könnten. Der Grund ist das Recht am eigenen Bild.

Bewegungsmelder und Strahler wären eine Lösung

Eine Idee, das Risiko ein wenig zu minimieren wären Bewegungsmelder mit starken Strahlern. Das sei aber für den Verein finanziell nicht zu stemmen, so Broch. Hilfe könnte da aber von der Bezirksvertretung in Aplerbeck kommen.

„Da es sich um einen öffentlichen Weg handelt, der durch die Anlage führt, sollten wir uns einmal zusammensetzten“, sagt Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel. „Wir werden da sicher eine gemeinsame Lösung finden.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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