Die Bushaltestelle rückt sehr dicht an den bewachsenen Rand der ehemaligen Halde heran. © Susanne Riese
Anwohnerkritik

Bushaltestelle ohne Gehweg: Anwohner fürchten um die Sicherheit der Fahrgäste

Gerade für Kinder und ältere Menschen berge die Bushaltestelle „Am Rundbogen“ Gefahren, finden Anwohner. Die DSW21 sieht das jedoch anders.

Die Bushaltestelle „Am Rundbogen“ ist zumindest auf einer Seite leicht zu übersehen. Sie liegt am Hacheneyer Kirchweg auf dem mehr oder weniger zugewucherten Seitenstreifen am Rande des Zeche-Crone-Geländes. Ein Bürgersteig fehlt auf dieser Seite, ebenso eine Ampel oder ein Zebrastreifen, um gefahrlos die viel befahrene Straße zu überqueren.

Anwohner kritisieren das, vor allem mit Blick auf Kinder, die auf den Bus angewiesen sind. Die DSW21 sieht jedoch keinen Anlass, über Veränderungen nachzudenken.

„DSW21 sind keine Beschwerden von Fahrgästen zur Haltestelle ,Am Rundbogen‘, die es schon sehr lange gibt, bekannt“, teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. „In Fahrtrichtung Hacheney liegt sie an einem Gehweg, in Gegenrichtung gibt es mittlerweile einen befestigten Untergrund.“ Vor diesem Ausbau landeten Fahrgäste beim Warten oder Aussteigen im Grünstreifen.

„Kein Gehweg notwendig“, sagt DSW21

Beide Haltestellensteige am Hacheneyer Kirchweg verfügten über eine Aufstellfläche mit einer Länge von 18 Metern, so DSW21, was für einen Gelenkbus ausreicht. Zudem seien die Steige mit einem Buskapstein mit einer bedingt barrieregerechten Höhe von 16 Zentimetern ausgestattet; lediglich die Leiteinrichtung fehle.

Buskapsteine sind spezielle Bordsteine, die den Niveauunterschied zwischen Buseinstieg und Haltestelle insbesondere bei Niederflurbussen verringern sollen, um den Einstieg zu erleichtern.

Ein Gehweg existiert nur auf einer Seite der Straße.
Ein Gehweg existiert nur auf einer Seite der Straße. © Susanne Riese © Susanne Riese

„Für die Haltestelle in Fahrtrichtung Hacheney besteht aus Sicht von Stadt und DSW21 nicht die Notwendigkeit, einen Gehweg herzurichten, dafür ist das Fahrgastaufkommen zu niedrig. Zudem kann der Gehweg auf der gegenüber liegenden Seite genutzt werden.“

Allerdings ist es vor allem zu den Stoßzeiten nicht ganz einfach, die Straße zu überqueren, die ein Zubringer zu B54 ist und gleichzeitig zu Berufsschulen, Sportanlage, zum Rombergpark und künftig zu einer neuen Reha-Klinik führt.

Veränderungen sind nicht geplant

Langfristig soll die Verkehrsführung in dem Bereich geändert werden, unter anderem durch die Weiterführung der Zeche-Crone-Straße als Verbindung zwischen Zille- und Hacheneyer Straße.

Für die Busstrecke und die Haltestellen wird das aber nichts ändern, wie Britta Heydenbluth von DSW21 mitteilt: „Aktuell sind keine Änderungen der Linienführung geplant. Eine Linienführung durch das Gewerbegebiet würde die Siedlung Am Rundbogen vom Liniennetz abbinden.“ DSW21 stünde zu diesem Thema aber selbstverständlich mit der Stadt im Austausch.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
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Susanne Riese

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