Vor der Grundschule wurde ein Corona-Testfahrzeug aufgestellt. © Bauerfeld Jörg
Corona an Schulen

Corona-Test an Grundschule: Eltern sprechen von Organisationschaos

Ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes stand mitten in der Einfahrt zur Grundschule. Das Dortmunder Gesundheitsamt hatte einen Corona-Test angeordnet. Betroffen waren zahlreiche Kinder.

Das Wetter war schon ziemlich unselig am Dienstag (15.12.). Ein verregneter Tag, an dem zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Kruckeler Grundschule noch einmal mittags auf das Schulgelände kommen mussten.

Das hatten sie seit gut zehn Tagen nicht mehr betreten. Der Grund: Quarantäne wegen eines Corona-Falls. Zusammen mit ihren Eltern ging es nun zum Testen. Also die Eltern brachten ihre Kinder zur Schule, die wurden getestet und dann ging es wieder nach Hause.

Mitarbeiterin in der Betreuung positiv getestet

Aber warum diese groß angelegte Test-Aktion? An der Grundschule war eine Mitarbeiterin in der Betreuung am 4. Dezember positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden die Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Also Schülerinnen und Schüler aller vier Schuljahrgänge. „Die Quarantäne ist und bleibt erstes Mittel der Wahl, wenn es um Unterbrechung von potenziellen Infektionsketten geht“, sagt Anke Widow, Pressesprecherin der Stadt Dortmund.

Aber warum jetzt der Test? „Hintergrund ist, dass Kontaktpersonen die Quarantäne nach 10 Tagen nur verlassen können, wenn sie zu diesem Zeitpunkt 48 Stunden symptomfrei sind und ein negatives Testergebnis haben“, erklärt Anke Widow.

Kinder sollen schnellstmöglich wieder am Unterricht teilnehmen

Mit dem Einsatz des Testmobils solle erreicht werden, dass die Kinder schnellstmöglich wieder am Unterricht teilnehmen könnten, so die Pressesprecherin.

Jetzt hatten die Eltern gegen den Test an sich grundsätzlich nichts einzuwenden. Es war der Ablauf der Aktion, der für Ärger sorgte. Es sei eben so gewesen, dass die Schulleitung die Kinder, die bisher in Quarantäne waren, am Dienstag (15.12.) ab 13 Uhr zur Schule bestellt habe, erzählt der Vater eines Schülers.

Kommen mussten die Kinder, die am 4. Dezember in der Betreuung anwesend waren. Zu dem Zeitpunkt hätten sich dann zahlreiche Eltern mit ihren Kindern auf dem Schulhof eingefunden. Bei Regen und einer Wartezeit von mehr als zwei Stunden war die Stimmung der Familien eher mäßig. Zumal sich alle zeitgleich dort tummelten und es kaum eine Unterstellmöglichkeit mit der Möglichkeit zum Abstand halten gab.

Ein organisatorisches Desaster

Es sei organisatorisch ein großes Desaster gewesen, so der Vater. Das habe schon damit angefangen, dass es gar kein Kontakt zum Gesundheitsamt gegeben habe. Das sei wohl alles über die Schule gelaufen, erzählt er.

Jetzt heißt es eben warten, was die Tests für Ergebnisse erbringen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
Zur Autorenseite
Jörg Bauerfeld

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt