Nix los an der Kreuzung. Das ist in diesem Fall eine gute Nachricht: Endlich sind die Baustellenampeln und Absperrungen am Hombruchsfeld verschwunden. In Zeiten des Shutdowns ist an diesem grauen Vormittag auch nur wenig Verkehr - ganz anders als in den letzten Wochen. © Britta Linnhoff
Letzte Arbeiten im Frühjahr

Dauerbaustelle ist weg – Endlich freie Fahrt ohne Stau am Hombruchsfeld

Jetzt ist sie endlich weg: die Baustelle auf der Zillestraße/Am Hombruchsfeld. Sie hat Nerven gekostet, nicht nur Pendler, sondern auch Anlieger der Nebenstraßen. Eine Kleinigkeit fehlt noch.

Es war eine echte Geduldsprobe: Nicht nur für Hombrucher, sondern auch für alle, die nach Hombruch wollten oder aus Hombruch raus wollten: die riesige Baustelle auf der Zillestraße in Höhe der Einmündung am Hombruchsfeld.

Nun also sind die meisten Baustellenampeln und Absperrungen nach vielen Monaten weggeräumt oder beiseitegeschoben, die neuen Leitungen im Erdreich verlegt und die Löcher wieder zugeschüttet. Nur richtig schön ist es noch nicht, aber das wird allen Betroffenen egal sein. Auf eine neue Asphaltdecke wird man voraussichtlich bis Ende März warten müssen.

Noch gilt es vor allem für Fußgänger und Radfahrer, auf solche Stolperkanten zu achten. Neu asphaltiert wird voraussichtlich im Frühjahr.
Noch gilt es vor allem für Fußgänger und Radfahrer, auf solche Stolperkanten zu achten. Neu asphaltiert wird voraussichtlich im Frühjahr. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Das teilt DEW21-Sprecher Ole Lünnemann auf Anfrage mit. Dass es mit dem neuen Straßenbelag noch dauert, hat gleich zwei Gründe: Zum einen, sagt Lünemann, seien die Asphaltwerke in diesen Tagen geschlossen, zum anderen müssten – um den dann zu einer guten Fahrbahndecke zu verarbeiten – verlässlich Temperaturen über fünf Grad Celsius herrschen und es müsse trocken sein.

Oft nur zwei, drei Autos pro Ampelphase

Den Hombruchern wird das vergleichsweise egal sein. Monate haben sie unter der Verkehrssituation an der vielbefahrenen Straße gelitten: Es staute sich regelmäßig auf der Zillestraße, dafür sorgten lange Ampelphasen der teils nur einseitig zu befahrenen Straße. Vor allem zu den Stoßzeiten war es auch eine Herausforderung, von der Harkortstraße auf die Zillestraße zu gelangen. Vor allem dann, wenn Schülerinnen und Schüler des benachbarten Schulzentrums die Fußgängerampel hier nutzten. Ergebnis: Maximal zwei, drei Autos kamen in der Grünphase rüber. Die Warteschlange auf der oberen Harkortstraße allerdings war oft zehn Mal so lang.

Noch stehen am Straßenrand einige Absperrungen, die an die riesige Baustelle erinnern. Noch sind die Arbeiten noch nicht vollständig erledigt, Der Verkehr rollt aber wie gewohnt.
Noch stehen am Straßenrand einige Absperrungen, die an die riesige Baustelle erinnern. Noch sind die Arbeiten noch nicht vollständig erledigt, Der Verkehr rollt aber wie gewohnt. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Viele versuchten während der Bauzeit, diesen Stau zu umfahren, in dem sie zum Beispiel über die Lütgenholthauser Straße auswichen und dann versuchten, sich kurz vor der Ampel in die Warteschlange zu fädeln. Die Anwohner der kleinen Straße zeigten sich zwischendurch ziemlich genervt ob des teils rücksichtslosen Verhaltens der Autofahrer.

Anlieger der Lütgenholthauser Straße entsetzt über Autofahrer

So schrieb ein Anlieger in den sozialen Medien unter anderem zum Beispiel:

. . . „Ich weiß, die Baustelle am Hombruchsfeld ist kacke. Auch die Umleitung über die Harkortstraße ist dem nicht immer gewachsen. Aber dennoch gelten dort die normalen Verkehrsregeln. Sprich, dort herrscht rechts vor links. Ebenso an der Kreuzung Harkortstraße und Lütgenholthauser Straße. Ja, es nehmen einige die Abkürzung, um den kleinen Stau zu umgehen, das ist ärgerlich das kann ich verstehen. Aber es wohnen dort auch Menschen, die mal mit dem Auto wohin fahren möchten/müssen. Dass man nun in so einer Situation genervt ist kann gut sein. Aber deswegen jemanden der von rechts kommt die Vorfahrt mit voller Absicht zu nehmen, denjenigen dabei anzuschauen und dann auch noch dreist den Mittelfinger zu zeigen, als ich deswegen gehupt habe, ist eine bodenlose Arroganz und Frechheit pur. . . . . . .Auch wenn die Situation mies ist und wenn auch eins zum anderen führt und Corona alle nervt und stresst:. Bitte achtet auf die Verkehrsregeln. Ich hatte meine Frau und meinen drei Monate alten Sohn auf dem Rücksitz. Diesmal ist nichts passiert . . . ein wenig mehr Rücksicht auf alle anderen erleichtert uns allen den Tag“.

Die Anlieger der Lütgenholthauser Straße haben die Straße wieder für sich. Hier schieben sich keine Autos mehr durch, deren Fahrer versuchten, die Staus zu umgehen.
Die Anlieger der Lütgenholthauser Straße haben die Straße wieder für sich. Hier schieben sich keine Autos mehr durch, deren Fahrer versuchten, die Staus zu umgehen. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Auch andere äußern sich ähnlich: „Mit 50 Sachen einfach durchgefahren“, oder „die brettern hier wie die Bekloppten“ sind nur zwei davon.

Wie lange das Auftragen des neuen Asphalts auf der Straße dauern wird, konnte der DEW21-Sprecher nicht sagen. Klar ist aber: Im Vergleich, was hinter den Hombruchern liegt, wird das ein Klacks sein.

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Britta Linnhoff

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