Um dieses Eckgrundstück Hagener-/Olpketalstraße geht es. Das alte Gebäude ist längst verschwunden. Wann es mit dem Neubau losgeht, ist noch offen. © Oliver Schaper
Hagener-/Olpketalstraße

Der Altbau ist längst weg – aber das Warten auf den Neubau geht weiter

Seit Frühjahr ist das alte Haus an der Ecke Hagener-/Olpketalstraße Geschichte. Vom angekündigten Neubau an der viel befahrenen Ecke ist aber noch nichts zu sehen. Das hat einen Grund.

Sie sind startklar, schon seit Monaten. Sogar eine Baugenehmigung gibt es. Warum also ist noch nichts zu sehen vom angekündigten Neubau?

Batu Öner ist gemeinsam mit seinem Bruder Bora Geschäftsführer der One Bau Gmbh mit Sitz an der Hohen Straße. Auch er kann derzeit nicht sagen, wann die Bauarbeiten beginnen können. Der Grund: Es fehle die Freigabe durch den Kampfmittelräumdienst.

Das alte Haus liegt verlassen an der vielbefahrenen Kreuzung Hagener-/Olpketalstraße. Es soll im Frühjahr abgerissen werden und einem Neubau weichen.
Das alte Haus liegt verlassen an der vielbefahrenen Kreuzung Hagener Straße/Olpketalstraße. Es soll im Frühjahr abgerissen werden und einem Neubau weichen. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Der müsse obligatorisch das Gelände untersuchen. Diese Untersuchung habe bisher nicht stattgefunden. Vor der Pandemie habe er auf das Abarbeiten durch die Kampfmittelexperten etwa drei bis vier Monate warten müssen, sagt Öner. Diese Zeit ist um.

Warten auf den beauftragten Subunternehmer

Wie lang er noch warten muss, kann auch Öner nicht sagen, nur soviel: Es dauere halt immer. Sein Unternehmen melde die Untersuchung bei der Stadt an, die melde dies zur Bezirksregierung nach Arnsberg und die beauftrage dann wieder einen Subunternehmer.

Aus der Ruhe bringt Öner das nicht. Er ist gewohnt zu warten. Auf die Abnahme durch den Kampfmittelräumdienst ebenso wie auf eine Baugenehmigung. Zweieinhalb Jahre hat er auf diese gewartet. Für das große Projekt ein Stückchen weiter die Hagener Straße hoch Richtung Kirchhörde, an der Hausnummer 331 (das ist das Gebäude mit dem Bioladen), seien es zwei Jahre gewesen.

Im Erdgeschoss wird es Flächen für Gewerbe geben

Wenn er denn darf, dann will Öner dort ein dreieinhalbgeschossiges Gebäude errichten. Im Erdgeschoss sollen es zwei Gewerbeeinheiten geben. Für welche Branche, das lässt er offen. Klar sei nur, es werde keine Gastronomie sein.

Das erste Grün erobert sich die Fläche bereits zurück. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

Batu Öner: „Wir wollen das Wohnen dort so angenehm wie möglich machen“. Und da sieht er in diesem Zusammenhang vorprogrammierten Ärger durch Lärm und Gestank. Mehr will der Geschäftsführer noch nicht sagen. Aber es gebe schon eine ganze Reihe von Anfragen, bevor das Gebäude überhaupt stehe.

Neubau wird dem Haus an der Hagener Straße 331 ähnlich sein

Das neue Gebäude werde dem an der Hagener Straße 331 ähnlich sein. Es werde „Glasapplikationen an der Fassade geben“. Das dreieinhalbgeschossige Haus soll über eine Tiefgarage, ein Satteldach und vier bis fünf Wohnungen verfügen, je um die 100 Quadratmeter.

Önur verspricht, das neue Haus werde sich gut in die Umgebung einfügen. Immer wieder hatte es im Stadtbezirk in den letzten Wochen und Monaten Unmut über Bauprojekte gegeben, deren Dimensionen manchmal erst im nachhinein und unter Auflagen genehmigt worden waren.

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