2015 schloss das Hotel Landhaus Syburg. Ging es damit bergab in dem südlichen Ortsteil? © Archiv
Meinung

Der Lack ist ab in Syburg: Millionen-Villen machen einen Ort nicht aus

Der Lack ist ab, aber sowas von. Und das ist dermaßen schade, dass man heulen könnte. Zwar gibt es in Syburg noch die Schönen und Reichen in ihren Villen, doch die Infrastruktur ist kaputt.

Wie bekommt man es am besten hin, ein beliebtes Naherholungsgebiet zu versenken? Man nehme das größte Hotel vor Ort, das noch in einer zentralen Lage liegt, und wandele es in eine Unterkunft für geflüchtete Menschen um.

Dabei können die, die Schutz und Hilfe suchten, nun mal gar nichts dafür. Schuld ist eher der Besitzer der Immobilie, der sich mit einem langfristigen Vertrag mit der Stadt Dortmund die Taschen vollmacht.

Bürger sind auf sich allein gestellt

Eine Kirmes, die über Jahrzehnte die Besucher anlockte, wurde ebenfalls versenkt. Kaum Parkplätze, der öffentliche Nahverkehr eher eine Farce. Die Besucher blieben weg, das war’s.

Warum tut man in Dortmund nichts, um so einen attraktiven Ortsteil auch attraktiv zu halten? Ideen mussten die Menschen vor Ort selbst produzieren. Mit dem Bürgerhaus zum Beispiel, das einmal ein Gemeindehaus war. Auch die Kirche hat sich zurückgezogen vom Berg – zu kostenintensiv.

Villen machen noch lange keinen Ortsteil aus

Vielleicht macht es ja ein wenig Hoffnung, dass sich der Kiosk am Vincketurm wieder trägt. Aber auch das ist aus den Reihen der Bürger entstanden. Der Stadt würde es gut zu Gesicht stehen, dem beliebten Ausflugsort im Dortmunder Süden ein wenig unter die Arme zu greifen.

Durch Wirtschaftsförderung und Stadtplanung. Denn Millionenvillen machen einen Ort nicht aus. Sondern die Menschen. Und die fühlen sich alleingelassen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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