Geglückte Premiere bei Sommerwetter: Helmut Weis, 1. Vorsitzende des AWo-Ortsvereins Wellinghofen mit Marianne Erdmann. © Arbeiterwohlfahrt
Start geglückt

Eine Bank lädt zum Plaudern ein – Premiere im Stadtteil

Reden, einfach nur reden, schon deshalb, weil man das lange von Angesicht zu Angesicht wegen Corona nicht konnte. Das geht jetzt auf einer Plauderbank im Ort – und nicht nur das.

Ins Gespräch kommen, einfach quatschen und so ganz nebenbei vielleicht auch noch gute Ideen sammeln: Dafür soll eine Plauderbank sorgen. Corona hat das Projekt komplett ausgebremst. Aber jetzt geht es los. Erste Erfahrungen zeigen: Es scheint zu klappen.

Wer auf einer Plauderbank Platz nimmt, signalisiert damit: Ich will mich unterhalten, und macht es damit anderen leicht, sich dazu zu setzen.

Projekt zur Förderung der offenen Seniorenarbeit

Angestoßen und in ganz Dortmund umgesetzt wurde das Projekt „Plauderbänke“ durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „Begegnung vor Ort“, einem von der Stadt Dortmund unterstützten Projekt zur Förderung der offenen Seniorenarbeit. Beteiligt auch: die Arbeiterwohlfahrt.

Blaue Bank: Sie lädt nun regelmäßig auch in Wellinghofen zum Plaudern ein.
Blaue Bank: Sie lädt nun regelmäßig auch in Wellinghofen zum Plaudern ein. © Arbeiterwohlfahrt © Arbeiterwohlfahrt

Die Bänke – farbenfroh in leuchtendem Blau lackiert und mit einem Schriftzug „Plauderbank“ in Orange versehen – reisen durch die Stadtbezirke. Einen regelmäßigen Standort haben sie in Wellinghofen an der Wellinghofer Amtsstraße vor der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt.

Initiatoren sind mit der Premiere zufrieden

Die Premiere verlief erfolgreich, berichtet Marianne Erdmann, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Ortsvereins Wellinghofen der Arbeiterwohlfahrt. Sie habe sogar ganz spontan ein sehr nettes Gespräch mit zwei jungen Erwachsenen geführt, berichtet die Mitte Sechzigjährige. Immer samstags zwischen 10 und 12 sitzt sie hier auf der Bank und des „Projekts Begegnung vor Ort“.

Auch Evelin Büdel ist für die Arbeiterwohlfahrt in das Projekt involviert. Sie freut sich sehr, dass es jetzt endlich losgehen kann: „Wir hatten ja bisher überhaupt keine Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, zu erfahren, was zum Beispiel sich Senioren in ihrem Stadtbezirk wünschen. Vielleicht gibt es ja auch Leute, die etwas anbieten möchten, aber denen schlicht die nötigen Räume dafür fehlen.“

Vieles sei denkbar. Langfristig kann sich Büdel eine Art Patenschaft für eine solche Plauderbank vorstellen.

Wer an der blauen Bank vorbei kommt, der findet nicht nur Gesprächspartner, sondern etwas von dem, was in der Begegnungsstätte so vorgeht: zu sehen sind Bilder, Blumen oder Handarbeiten.

Auch im Stadtbezirk Hombruch soll demnächst eine solche Plauderbank stehen: Vor der Kita an der Tetschener Straße. Einen Termin dafür gebe es aber derzeit noch nicht, sagt Evelin Büdel. Die Hombrucher müssen also noch ein bisschen warten auf die Plauderei.

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Britta Linnhoff

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